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Mutter und Tochter pflegen ehrenamtlich den deutschen Soldatenfriedhof in Langemark

Auf dem deutschen Soldatenfriedhof von Langemark in Westflandern, wo viele Gefallene aus dem Ersten Weltkrieg ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, ist nicht viel los. Seit Corona kommen kaum Besucher hierher. Und doch ist dieser Friedhof sauber und gepflegt. Derzeit kümmern sich Christina und ihre Tochter Shana um den Soldatenfriedhof. Deren Familie halten diesen Friedhof schon seit rund 90 Jahren sauber.

Seit Monaten ist der deutsche Soldatenfriedhof von Langemark verlassen. Keine Touristen in Sicht, keine Reisebusse auf dem Parkplatz… Nur Vogelgezwitscher ist zu hören. Und doch ist dieser Friedhof, auf dem zahlreiche Gefallene aus dem Ersten Weltkrieg liegen, sauber und gepflegt.

Das liegt an Christina Louwyck und ihrer Tochter Shana. Sie pflegen diesen Friedhof seit rund einem Jahr. Davor war das die ehrenamtliche Arbeit von Christinas vor rund einem Jahr verstorbenen Mann Gilbert. Er versorgte den Friedhof rund 40 Jahre lang und schon dessen Vater Arthur hat den deutschen Soldatenfriedhof gepflegt und sauber gehalten. Seit rund 90 Jahren kümmert sich die Familie ehrenamtlich um die Pflege der Anlagen.

Christina und Shana öffnen morgens die Friedhofstore und schließen sie am Abend wieder. Zwischendurch säubern die Grabsteine, fegen sie die Wege, mähen sie den Rasen und pflegen die Anlagen, damit diese stets sauber sind. Nur anstehende größere Arbeiten melden sie der Gemeinde.

Shana (27) setzt die Arbeit ihres verstorbenen Vaters mit viel Freude weiter fort: „Ich mache das für Papa. Er musste mich nie darum bitten. Er wusste, dass ich das machen würde. Der Friedhof muss schön bleiben. Und wir sorgen dafür, solange wir das können.“ Das in diesen Coronazeiten niemand den Friedhof besuchen kommt, ändert daran nichts… 

Christina Louwyck und Tochter Shana
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