Archief van het Koninklijk Paleis

Das Stadtmuseum von Oudenaarde will historische Wandteppiche aus dem Ausland zeigen

Das Stadtmuseum von Oudenaarde in Ostflandern (MOU) will  historische Wandteppiche aus den Manufakturen der Stadt aus dem Ausland holen und hier ausstellen. Wandteppiche aus Oudenaarde waren in der Vergangenheit ein Exportschlager. Jetzt will das MOU die Sammlung auch um einige repräsentative Stücke aus ausländischen Sammlungen erweitern. „Wir möchten eine Übersicht darüber bieten, was in unserer Stadt früher so alles hergestellt wurde“, sagt Museumskonservatorin Geertriu Van Kerkhoven zu dem Vorhaben.

Früher war das ostflämische Oudenaarde eine Hochburg für die Produktion von prächtigen Wandteppichen, denn hier waren einige hochqualifizierte Weber und Webereien aktiv. Jahrzehnte lang verdiente ungefähr die Hälfte der dortigen Bevölkerung den Lebensunterhalt mit der Herstellung von solchen Teppichen. Da diese Produkte quasi ein Exportschlager waren, sind viele davon bis heute in der ganzen Welt zu finden.

Und hier will Museumskonservatorin Geertriu Van Kerkhoven weiter ansetzen: „Wir würde gerne ausländische Sammlungen nach Oudenaarde bringen. Wir besitzen im Augenblick 37 Wandteppiche aus hiesiger Fertigung, von denen 17 im Museum zu sehen sind. Es liegen Zukunftspläne vor, um einige weitere Säle im Museum für die Ausstellung von Wandteppichen freizumachen.“

Das MOU sucht nach ganz bestimmten Wandteppichen und zwar nach solchen, die unter dem Begriff „Verdure-Teppiche“ bekannt sind. Das sind Wandteppiche, deren Bordüren vollständig aus künstlerisch hergestelltem Blattwerk bestehen. Doch, Konservatorin Van Kerkhoven sucht auch nach weiteren Motiven und Macharten: „Wir haben hier viele Wandteppiche mit Bildern gewebt, zum Beispiel mit biblischen Themen. Wir wollen diese Themenvielfalt jetzt vervollständigen.“

Stadtgeschichte für die Nachwelt erhalten

Für Oudenaarde und sein Stadtmuseum ist es sehr wichtig, die industrielle Geschichte dieser Stadt und seinen Teppichwebereien nachzuerzählen und für die Nachwelt zu erhalten. Davon erzählt auch ein gerade dazu erschienenes Buch. Noch immer werden hier Wandteppiche gewebt, doch bei den Ausführenden handelt es sich heute um Spezialisten, die solche Teppiche restaurieren. Das Handwerk an sich ist seit dem 18. Jahrhundert hier mehr oder weniger verschwunden. Info: http://www.mou-oudenaarde.be/

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