Noch nicht für März, wenn die Gesundheitsexperten entscheiden dürfen.

Infektionsrate +20 Prozent: Pandemie-Experten sehen keine Lockerungen vor Ende März

Im Bericht der Expertengruppe für den am Freitag tagenden Beratungsausschuss der Regierung sind keinerlei nennenswerte Lockerungen vorgesehen. Die GEMS-Experten weisen darauf hin, dass die aktuelle epidemiologische Situation und die Prognosen keine Entspannung in den nächsten 4 Wochen zulassen. 

Eine erste Serie von vorsichtigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen wäre nach Ansicht der Experten erst Ende März möglich: u. a. sich draußen mit 8 bis 10 Personen, statt mit 4 Personen treffen dürfen oder Studentenwohngemeinschaften als Kontaktblase gelten lassen.   

Die Experten raten den Behörden davon ab, die bereits beschlossenen Lockerungen für nicht-medizinische Kontaktberufe (Massagen, Schönheitspflege usw.) umzusetzen.  

Wenn die Corona-Regeln trotzdem weniger streng werden sollen,  sollten vorrangig Jugendliche und gefährdete Gruppen davon profitieren. 

Die schrittweise Wiedereröffnung aller Hochschulen, mehr Sportunterricht und mehr Aktivitäten für Jugendliche und soziokulturelle Aktivitäten für ein begrenztes Publikum seien jetzt aber definitiv noch nicht möglich, heißt es im Expertenbericht.  

Das Verbot nicht notwendiger Reisen (sprich Urlaubsreisen), Homeoffice-Pflicht und die nächtliche Ausgangssperre müssten beibehalten werden, empfiehlt der Expertenbericht. 

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die aktuelle Epidemie viel schlimmer ist als im September 2020, als die belgische Regierung von Sophie Wilmès Lockerungen einführte. Eine dritte Welle sei unvermeidlich, wenn man die Regeln jetzt zu schnell lockere. 

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