Marche-les-Dames: Ehrenamtliche frischen den Gedenkort auf, an dem König Albert I. tödlich abstürzte

Vor einigen Tagen haben einige ehrenamtliche Idealisten die Stelle in den Felsen von Marche-les-Dames aufgefrischt, an der Belgiens früherer König Albert I. 1934 beim Klettern tödlich verunglückt ist. Die Stelle ist 87 Jahre nach dessen Tod ziemlich verwahrlost gewesen und dass wollten Liebhaber der belgischen Geschichte und des hiesigen Kulturerbes nicht so lassen. 

In der Nacht vom 17. auf den 18. Februar war es genau 87 Jahre her, dass König Albert I. beim Klettern auf den Felsen von Marche-les-Dames am Ufer der Maas bei Namür ums Leben kam. Dort wurde nach dessen Tod ein steinernes Kreuz angebracht. Am Jahrestag dieses Unfalls machten Bilder in den sozialen Netzwerken die Runde, auf denen zu sehen war, dass genau diese Stelle ziemlich verwahrlost war.

Pascal Mathieu aus Dilbeek bei Brüssel in Flämisch-Brabant erzählte gegenüber dem VRT-Sender Radio 2, dass er das nicht mit ansehen konnte: „Das Kreuz war von Unkraut und Ästen überwuchert und es lag mehr Müll da herum, als auf jedem durchschnittlichen Autobahnparkplatz.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Mathieu, ehemaliger Soldat mit großem Respekt vor dem belgischen Königshaus, beschloss etwas zu unternehmen: „Wenn man so etwas sieht, dann wartet man nicht, bis das jemand aufräumt. Dann nimmt man das selbst in die Hand.“ Gesagt, getan. Nach einem Aufruf über Facebook meldeten sich einige Gleichgesinnte und 8 Leute fanden sich dort letztes Wochenende ein, um einen ganzen Tag lang zu arbeiten. Inzwischen ist das Kreuz wieder sichtbar und der Müll ist weg.

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Pascal Mathieu hofft, dass die Leute in Zukunft mehr Respekt für diesen Ort haben. Nirgendwo werde allerdings angegeben, dass es sich hier um einen wichtigen Ort für die belgische Geschichte handelt: „Früher kamen hier Busse mit Touristen hin, doch heute wandert man einfach vorbei, ohne die Bedeutung dieser Stelle zu erkennen. In den USA oder in Frankreich würde hier ein Besucherzentrum stehen…“

Es könne doch nicht so schwer sein, hier einen Gedenkstein oder eine Platte in vier Sprachen anzubringen: „Dann wissen Vorbeigänger oder Wanderer auch, was hier geschehen ist.“ Mathieu hofft jetzt, mit seiner Aktion Menschen dazu angespornt zu haben, ebenfalls hier aktiv zu werden. Es dauere z.B. nur etwa eine Stunde, um aus der Brüsseler Region hierherzufahren. 

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