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Bahnarbeiter bei Wartungsarbeiten getötet: Verspätungen im internationalen Zugverkehr

Ein Bahnarbeiter ist bei Wartungsarbeiten in Ruisbroek in Flämisch-Brabant von einem Zug erfasst und getötet worden. Der Unfall führte zur Einstellung des Zugverkehrs zwischen Brüssel und Halle. Der internationale Thalys-Zugverkehr zwischen Brüssel und Paris wurde am frühen Samstagmorgen ebenfalls unterbrochen und es kam bis zum Nachmittag zu Verspätungen infolge des Unfalls. 

Die belgische Bahn NMBS/SNCB hofft, dass der Verkehr am Samstag ab 14 Uhr wieder normal verlaufen wird.

Der tödlich verunglückte Mann führte geplante Modernisierungsarbeiten an der Signalanlage auf dem Streckenabschnitt bei Ruisbroek, einem Dorf in Flämisch-Brabant, etwa 8 Kilometer südwestlich von Brüssel, durch. An der Stelle, an der sich der Unfall ereignete, verlaufen zwei Eisenbahnlinien, die L96 und die L96N. Die Linie L96 wurde für den Zugverkehr gesperrt, um die Arbeiten durchführen zu können. Währenddessen blieb die Linie L96N offen.

Thomas Baeken, Sprecher des Bahninfrastrukturbetreibers Infrabel: "Während dieser Art von Arbeiten gilt die Anweisung, die es den Arbeitern verbieten, ein in Betrieb befindliches Gleis zu überqueren. Es gibt separate Baustelleneingänge, wo man das Gleis sicher überqueren kann. Der Mann hatte gerade seine Arbeit beendet und hätte das gesperrte Gleis über den vereinbarten Eingang verlassen müssen, aber er überquerte das noch in Betrieb befindliche Gleis. Wie und warum er dies tat, ist noch unklar." Die genauen Umstände des Unfalls werden derzeit noch untersucht.

Infrabel bietet den Kollegen des Toten psychosoziale Hilfe an und arbeitet eng mit dem Unfalluntersuchungsteam zusammen, um zu verstehen, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

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