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Krankenhäuser müssen die Hälfte ihrer Intensivbetten für COVID-Patienten reservieren

Der belgische Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke (SP.A, flämischer Sozialist) hat die Krankenhäuser aufgefordert, bis zum 8. März die Hälfte aller Intensivbetten für Corona-Patienten freizuhalten. In einem Brief, der am Freitagnachmittag an die Krankenhäuser verschickt wurde, schrieb Vandenbroucke, dass bis zum 8. März die Phase 1B des Corona-Aktionsplans des Gesundheitswesens in Kraft bleibt. 

Das bedeutet, dass bis dahin 1.000 Intensivbetten für die Behandlung von COVID-19-Patienten zur Verfügung stehen müssen. Das ist die Hälfte der 2.000 Intensivbetten in den Krankenhäusern unseres Landes.

In der Zwischenzeit müssen auch 4.000 Standardpflegebetten für die Behandlung von Corona-Patienten bereitgestellt werden.

Diese Erhöhung erfolgte früher als erwartet. Allerdings steigen die Zahlen der COVID-19-Patienten in den Krankenhäusern wieder an, und die Zahl der Patienten auf der Intensivstation ist inzwischen wieder auf 400 angestiegen, rund 25 % mehr als noch vor einer Woche. In sechs belgischen Krankenhäusern sind bereits mehr als die Hälfte der Intensivbetten mit COVID-19-Patienten belegt.

Der Bundesgesundheitsminister betonte am Freitag, dass dies nicht bedeute, dass andere Patienten ihre Behandlung verschieben müssten. "Die Menschen sollten definitiv nicht zögern, ins Krankenhaus zu gehen, wenn sie das Gefühl haben, dass sie eine Behandlung brauchen", erklärte Vandenbroucke.

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