Entscheidung über eventuelle Änderungen der Corona-Impfstrategie am kommenden Mittwoch?

Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke (SP.A -flämischer Sozialist, Foto) hat im Interview mit VRT NWS angekündigt, dass eine Entscheidung über mögliche Änderungen der belgischen Impfstrategie gegen das Coronavirus bei einem Treffen am Mittwoch getroffen werden soll. In der Fernsehsendung „De zevende dag" (dt.: ‚Der siebte Tag‘) am Sonntagmittag sagte Vandenbroucke, dass jede Entscheidung auf der Grundlage der Antworten auf drei Fragen getroffen wird, die er dem Hohen Rat für Gesundheit gestellt hat.

Soll und kann Belgien seine Impfstrategie ändern? Diese Frage steht auf der Tagesordnung eines Treffens zwischen dem Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke, den Landesgesundheitsministern und anderen am Impfprogramm beteiligten Experten. Das Treffen findet am kommenden Mittwoch statt. Bevor eine Entscheidung getroffen werden kann, möchte Vandenbroucke Antworten auf zwei der drei Fragen, die er an den Hohen Rat für Gesundheit gestellt hat.

Vandenbroucke: "Die erste Frage ist, ob wir beim Vakzin von Pfizer-BioNTech zwischen der ersten und der zweiten Dosis 42 statt 21 Tage warten können. Das würde kurzfristig eine schnellere Impfung von mehr Menschen ermöglichen. Die zweite Frage ist, ob wir den Impfstoff von AstraZeneca für Menschen verwenden können, die älter als 55 oder 65 Jahre sind. Die dritte Frage ist, ob eine Dosis der Impfstoffe von Pfizer-BioNTech, Moderna oder AstraZeneca für einen vollständigen Impfschutz ausreichen könnte, anstatt zwei Dosen".

Minister Vandenbroucke erwartet nicht sofort eine Antwort auf die dritte Frage. Er glaubt jedoch, dass die ersten beiden Fragen schnell beantwortet werden. "Wenn der Hohe Rat für Gesundheit die ersten beiden Fragen mit Ja beantwortet, denke ich, dass wir unser Impfprogramm völlig neu überdenken können", sagte der Bundesgesundheitsminister.

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