Pairi Daiza

Belgien setzt AstraZeneca bei Über-55-Jährigen ein und hält am Prinzip der zwei Impfungen fest

Die Gesundheitsminister aus Bund, Ländern und Regionen in Belgien haben am Mittwoch beschlossen, dass der Impfstoff von AstraZeneca auch für Personen, die älter als 55 Jahre sind, genutzt werden soll. Sie folgen damit einer Empfehlung des Hohen Rats für Gesundheit, die dieser am Dienstag abgab. Das Vakzin wird auch bei älteren Personen als sicher gewertet und biete einen guten Schutz gegen Corona, heißt es dazu. 

Für die Impfstrategie in Belgien bedeutet diese Entscheidung, dass die Impfung bei den älteren Menschen damit rascher verlaufen kann. Weiter halten die Gesundheitsminister daran fest, bei den Impfstoffen, bei denen es vorgesehen ist, auch zwei Impfungen vorzunehmen (Moderna, AstraZeneca, Pfizer/BioNTech), dieses auch einzuhalten.

Ein Übergang zu nur einer Impfung sei nicht an der Tagesordnung, so die Ministerrunde am Mittwoch und auch die Zeitspanne zwischen den beiden erforderlichen Impfungen soll nicht verlängert werden. Dies hatten zuletzt einige Mediziner und Virologen empfohlen.

Flandern

Im belgischen Bundesland Flandern werden ab dem 15. März  Personen, die älter als 85 Jahre sind und die noch selbstständig in ihrer eigenen Wohnung leben, gegen Corona geimpft. Danach kommen die Über-65-Jährigen an die Reihe. Mit diesem Schritt wird die inzwischen entstandene Verspätung bei den Impfungen eingeholt, wie Flanderns Landesgesundheitsminister Wouter Beke (CD&V) am Mittwoch im flämischen Landesparlament sagte: „Das ist zwei Wochen früher als geplant.“  

Die Einladungen für die Impfungen der Senioren über 85 werden rasch verschickt, teilte der Minister weiter mit. Insgesamt betrifft dies rund 32.000 Personen. Flandern hält 40.000 Impfdosen als Reserve zurück für den Fall, dass es zu weiteren Lieferverzögerungen bei Pfizer/BioNTech kommt. Das entspricht 6 % der Menge, die bis jetzt geliefert wurde. Gesundheitsminister Beke geht davon aus, dass bis Ende dieser Woche rund 670.000 Impfungen in Flandern vorgenommen werden. In den Impfzentren sind die Impfungen inzwischen in vollem Gange. 

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