Stahldraht-Fabrikant Bekaert macht den Österreicher Oswald Schmid zum CEO

Der börsennotierte flämische Stahldraht-Fabrikant Bekaert hat seinen derzeitigen Interims-CEO jetzt offiziell zum Geschäftsführer ernannt. Oswald Schmid hat nach einer Meldung der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd im Pandemiejahr 2020 bedeutend bessere Resultate erzielen können, als erwartet. 

Unter dem Österreicher Schmid konnte der Stahldraht- und Technologiekonzern Bekaert seine Jahresresultate steigern. Der Unternehmensgewinn kletterte 2020 um 13 % auf 272 Mio. € und die Gewinnmarge konnte von 5,6 % letztes Jahr auf jetzt 7,2 % angehoben werden. Analysten gingen im Vorfeld davon aus, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr „nur“ eine Stabilisierung seiner Zahlen generieren würde.

Das Oswald Schmid den Sprung vom Interims-CEO zum CEO machen konnte, ist auf dessen Arbeit zurückzuführen. Der 61-Jährige war vor seiner Anstellung als „Zwischenlösung“ operationeller Direktor  bei Beklaert. Er übernahm den Posten als Interims-CEO zu Beginn der Corona-Pandemie, also zu einem wirtschaftlich denkbar schlechten Zeitpunkt.

"Der richtige Mann am Ruder"

Seine Resultate erzielte Schmid laut De Tijd mit „seinem Fokus auf Cash“ und über teils heftige Kosteneinsparungen. Dies trotz der Tatsache, dass die lange besonders gewinnbringende Produktion von Diamantdraht in China aufgegeben werden musste. Nach Ansicht von Jürgen Tinggren, dem Vorsitzen des Bekaert-Vorstandsrates. „Oswald Schmid ist der richtige Mann am Ruder von Bekaert. Seine Führungsqualitäten sind für das Lotsen des Unternehmens zu einem höheren Leistungsniveau entscheidend gewesen, trotz der nie dagewesenen Herausforderungen,“ so der Schwede Tinggren.

Der Aktienkurs bei Bekaert konnte sich seit November deutlich erholen, wovon die Aktionäre profitieren. Das Unternehmen konnte seine Dividende auf 1 € brutto verdreifachen, wobei die Einbußen aus dem Buchungsjahr 2019 letztes Jahr wieder wettgemacht werden konnten. In den Buchungsjahren 2017 und 2017 wurde jeweils eine Dividende von 1,1 € an die Anteilseigener ausgeschüttet.  

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