Auf den Intensivstationen: Weniger großer Anstieg der Krankenhauseinweisungen als befürchtet

Krankenhäuser in Belgien müssen ab Montag, dem 8. März, nicht mehr 50% aller Intensivbetten für die Behandlung von COVID-19-Patienten freihalten. Am vergangenen Freitag hatte Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke (SP.A, flämischer Sozialist, Foto) angekündigt, die Krankenhäuser des Landes sollten ab dem kommenden Montag die Hälfte ihrer Intensivbetten für COVID-19-Patienten freizuhalten. Die Tageszeitung 'Het Laatste Nieuws' berichtet in ihrer Freitagsausgabe, die Krankenhäuser müssten die Zahl der Intensivbetten für COVID-19-Patienten nicht mehr aufstocken, da der Anstieg der Zahl der Krankenhauseinweisungen geringer als befürchtet ausfällt. 

Nach der Sitzung des Konzertierungsausschusses vom vergangenen Freitag warnte Minister Vandenbroucke:  "Die Zahl der Krankenhauseinweisungen steigt schnell an, und die Krankenhäuser müssen wieder auf Phase 1B (des COVID-Aktionsplans) umschalten".

Die Frist, bis zu der die Krankenhäuser auf Phase 1B umgestellt haben müssen, war Montag, der 8. März. In Phase 1B müssen die Krankenhäuser 1.000 Intensivbetten (die Hälfte der Gesamtzahl) für die Behandlung von Menschen mit COVID-19 bereithalten. Ende vergangener Woche gab die sprunghaft ansteigende Zahl der Krankenhauseinweisungen Politikern und medizinischen Experten Anlass zu großer Sorge.

Die Befürchtung, dass die die Zahl der Krankenhauseinweisungen in die Höhe schießen würde, hat sich in der vergangenen Woche aber nicht bewahrheitet.  Derzeit sind 21 % aller Intensivbetten mit Coronavirus-Patienten belegt. Das ist ein Anstieg von 17 bis 18 % in einer Woche. Das bedeutet, dass die Krankenhäuser nun eine Woche länger Zeit haben, um auf die Phase 1B umzustellen, falls sich dies bis dann als notwendig erweisen sollte. Am heutigen Freitag tagt der Konzertierungsausschuss aller Regierungen Belgiens erneut.

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