ArcelorMittal nimmt in Gent einen umweltschonenderen Hochofen in Betrieb

Der internationale Stahlproduzent ArcelorMittal hat in der vergangenen Woche an seinem Standort in Gent (Ostflandern) einen Hochofen in Betrieb genommen, der angeblich umweltschonender arbeiten soll. Damit setzt der Stahlhersteller auf eine neue Zukunft in diesem Sektor. „Im Zuge dieser Investition werden enorm viele neue Technologien entwickelt, die zusätzliche Beschäftigung und einen Mehrwert für die gesamte Region schaffen werden“, so der Genter ArcelorMittal-CEO Manfred Van Vlierberghe dazu.

Bei der neuen Anlage handelt es sich um einen neuen Ofen, der den Hochofen B im Stahlwerk von ArcelorMittal in Gent ersetzt. Dieser hatte 20 Jahre auf dem Buckel und hatte ausgedient. Dieser neue Hochofen soll länger halten, bis zu 25 Jahre, so CEO Van Vlierberghe gegenüber VRT NWS: „Wir haben in den letzten 6 Monaten intensiv daran gearbeitet, um diesen Hochofen vollständig zu erneuern und um daraus einen Hochofen für die Zukunft zu machen. Das bedeutet, dass wir die Form optimalisiert haben.“

195 Mio. € hat ArcelorMittal in diese Anlage investiert, doch dies sei notwendig gewesen, denn gerade die Hochöfen waren und sind von größter Bedeutung für diese Industrie und für diesen internationalen Stahlgiganten, wie der Genter CEO weiter anführt: „Solch ein Hochofen ist eine enorme Energiemaschine. Hier wird mehr Energie umgesetzt, als z.B. in einem Kernreaktor in Doel.“

Diese Anlage wird vielleicht auch die größte Recyclage-Anlage des Landes, in der wir nach und nach Rohstoffe durch Abfallstoffe ersetzen werden.“

ArcelorMittal-Gent-CEO Manfred Van Vlierberghe

Mit diesem Projekt will sich ArcelorMittal in Gent daran beteiligen, dass Belgien seine Klimaziele erreichen kann, denn die hier freigesetzte Energie soll weiter genutzt werden und „diese Anlage wird vielleicht auch die größte Recyclage-Anlage des Landes, in der wir nach und nach Rohstoffe durch Abfallstoffe ersetzen werden.“

Das bedeutet, dass hier in absehbarer Zeit fossile Kohlenstoffe durch eine Kombination aus wiederverwendetem Kohlenstoff und aus grünem recycliertem Wasserstoff ersetzt wird. Die hier verwendeten Abfallstoffe kommen aus den sogenannten Containerparks aus der Region, in denen die Bürger und die Kommunen ihre Abfälle trennen. 

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