Die Gewerkschaften planen für den 29. März Streiks in der Industrie und in den Betrieben

Die beiden großen Gewerkschaften in Belgien, die christliche ACV und die sozialistische ABVV, wollen am 29. März in einigen Firmen und Industriebetrieben streiken. Die Gewerkschaften fordern einmal mehr Lohn- und Gehaltserhöhungen in der Privatwirtschaft und gehen davon aus, dass Unternehmen, denen es wirtschaftlich gut geht, auch mehr als 0,4 % Lohnerhöhung bieten könnten.

Die Tarifverhandlungen in der Privatwirtschaft in Belgien sind festgefahren und die Arbeitgeberverbände halten an ihrem Vorschlag fest, 0,4 % Lohn- und Gehaltserhöhung anbieten zu wollen. Ihr Argument ist, dass es vielen Unternehmen in der Coronakrise wirtschaftlich schlecht geht und dass sie keinen Raum für mehr Erhöhung haben.

Doch eine Lohnerhöhung von maximal 0,4 % halten die Arbeitnehmervertreter für ein Almosen. Damit könnten sich die Beschäftigten in diesen Unternehmen, die in diesen Corona-Zeiten hart arbeiten würden oder die wegen Kurzarbeit Einkommenseinbußen erleiden würden, nicht zufriedengeben. Die Gewerkschaften schlagen deshalb freie Verhandlungen in den einzelnen Unternehmen vor, z.B. dort, wo es durch Covid-19 keine Probleme gab und gibt.

An der Aktion am 29. März, zu der die ACV und die ABVV aufrufen, nimmt die etwas kleinere liberale Gewerkschaft ACLVB nicht teil. Sie ist der Ansicht, dass man weiter auf Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden setzen sollte, um so dem Gelingen der Tarifgespräche mehr Chancen einzuräumen. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten