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EMA gibt grünes Licht für den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Zulassung für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson in der EU empfohlen. Damit gab die EMA grünes Licht für den vierten Impfstoff gegen COVID-19 in der Europäischen Union. Die Wirksamkeit liegt nach Angaben der EMA bei etwa 67 %. Bei einer schweren Covid-19-Erkrankung lag der Schutz bei klinischen Studien bei mehr als 85 % - auch bei älteren Menschen. Das Vakzin entstand auch mit belgischer Beteiligung. 

Die endgültige Entscheidung über die Zulassung muss jetzt die EU-Kommission treffen. Doch das gilt als Formsache. Die EU rechnet mit ersten Lieferungen im April. Die EU-Kommission hatte bereits für 200 Millionen Impfdosen bestellt. Davon soll Belgien eine Zuteilung von 5,5 Millionen Dosen erhalten. Allerdings gibt es Befürchtungen, dass das Unternehmen im geplanten Umfang nicht rechtzeitig liefern könne. Der Hersteller sicherte aber zu, dass er sich an die Absprachen halten und ab April liefern werde.

Mit belgischer Entwicklungsbeteiligung

In der EU sind bisher die Impfstoffe der Hersteller Pfizer/Biontech, Moderna und AstraZeneca zugelassen. Vor rund zwei Wochen war das Präparat, das von der belgischen Johnson & Johnson-Tochter Janssen Pharmaceutica (genauer Janssen Vaccines & Prevention) in den Niederlanden entwickelt worden ist, bereits in den USA zugelassen worden.

Nicht unerhebliche Vorteile

Es hat gegenüber den bisherigen Impfstoffen große Vorteile. Es ist nur eine Impfdosis nötig und das  Vakzin kann bei Kühlschranktemperatur gelagert werden, was auch Logistik und Transport erheblich vereinfacht. An den klinischen Tests war u.a. das Zentrum für Vakzinologie der Universität Gent (UGent) unter der Leitung des Gründers dieser Einrichtung, Professor Geert Leroux-Roels (Foto unten), beteiligt.

Schnelleres EMA-Prüfverfahren

Die Experten der EMA hatten die Forschungs- und Test-Daten bereits seit Wochen nach einem schnelleren Verfahren bewertet. Es sei gründlich und nach höchsten Sicherheitsstandards geprüft worden, hieß es dazu bei der EMA. Bei einer bedingten Zulassung ist der Hersteller verpflichtet, auch danach noch Daten etwa zur Langzeitwirkung an die EMA zu übermitteln. Angaben zu möglichen Nebenwirkungen werden weiterhin geprüft.

Professor Geert Leroux-Roels (VRT-Illustration)

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