Laden Video-Player ...

"Fahrzeugparade": Mobile Demonstration gegen die Verkehrspolitik in Brüssel

Am Donnerstag haben rund 300 Personen mit ihren Fahrzeugen unübersehbar und unüberhörbar in Brüssel gegen die dortige Verkehrs- und Mobilitätspolitik demonstriert. Gut die Hälfte der Fahrzeuge in diesem Protestzug waren Taxen, der Rest waren Privatwagen, Oldtimer und Motorräder. Die Fahrzeugkolonne durchquerte die Brüsseler Innenstadt und begab sich in Richtung des Regierungsgebäudes der Hauptstadt-Region.

Der Protest richtet sich zum einen gegen die zahlreichen Tempo 30-Zonen und die riesigen Fußgängerzonen im Stadtzentrum und zum anderen gegen den schlechten Zustand der Straßen in der gesamten Hauptstadt-Region. Eine Delegation der motorisierten Demonstranten wurde von Vertretern der Regionalregierung empfangen. Schon im Januar brachte eine Petition gegen Tempo 30 km/h in Brüssel rund 50.000 Unterschriften zusammen.

Seit dem Jahreswechsel gilt in der Brüsseler Hauptstadt-Region ein allgemeines Tempolimit von 30 km/h. Nur an bestimmten Stellen gelten Ausnahmen. Das kann in Wohngebieten auch mal nur 20 km/h sein und auf den großen Achsen ist zumeist Tempo 50 zugelassen - die Richtgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften in Belgien. Bisher galt Tempo 30 auf etwa 60 % des Brüsseler Straßennetzes, doch seit dem 1. Januar betrifft dies 85 % der Hauptstadtstraßen.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten