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Sturmwetter in Flandern - Erste Schäden und ein Toter

Für Donnerstag, Freitag und Samstag ist in Belgien stürmisches Wetter vorhergesagt. Die Wetterdienste sagen orkanartige Windböen von bis zu 90 oder 100 km/h im Westen des Landes und an der Küste voraus. Im Landesinneren können die Böen allerdings ebenfalls recht heftig sein. In einigen Kommunen und Provinzen sind Parks und Wälder gesperrt. Das belgische Innenministerium besetzt die Notrufnummer für nicht-medizinische oder nicht-lebensbedrohliche Notfälle 1722 an den kommenden Tagen. Im Laufe des Donnerstags entstanden die ersten Sturmschäden und eine Person kam ums Leben. Unser Video zeigt Schäden u.a. in Roeselare und in Boom.  

VRT-Wettermann Frank Deboosere spricht von stürmischen Unwettern mit starken Windböen und Regen, die über Belgien von West nach Ost hinwegziehen. Ursache dafür ist ein Tiefdruckgebiet, dass aus Richtung Schottland und Island auch Auswirkungen auf unsere Region hat: „Wir werden in den kommenden Tagen unseren Regenschirm brauchen, müssen ihn aber festhalten, damit er nicht wegfliegt.“

Zwischendurch kann es auch mal aufklaren, doch bis zum Wochenende wird es immer wieder zu starken Sturmböen mit teils heftigen Regenschauern kommen. Am Freitag kann die Windgeschwindigkeit auf dem Flachland auch wieder bis zu 80 km/h erreichen. 

Ab Sonntag soll es aber wieder trockener werden. Doch auch die kommende Woche bringt wechselhaftes Wetter mit sich. Die Temperaturen schwanken je nach Region zwischen dem Gefrierpunkt und höchstens 10°C. In den Höhenlagen könnte es zu Schneeregen kommen und nachts zu gefrierender Nässe.

Die stürmischen Winde können durchaus Schäden anrichten. Deshalb hat das belgische Innenministerium die Notrufnummer für nicht-medizinische oder nicht-lebensbedrohliche Notfälle 1722 aktiviert. Für akute Notfälle medizinischer Art soll weiter die 112 angerufen werden. 

Vorsorglich sperren einige Städte und Gemeinden in Flandern und im Großraum Brüssel sowie einige Provinzen Parkanlagen und Wälder ab, denn dort können durchaus Bäume umstürzen oder umherfliegende Äste Wanderer und Spaziergänger verletzen. Im Laufe des Donnerstags wurden schon einige Sturmschäden sichtbar (siehe Fotos und Video).

In Aalter in Ostflandern ist ein Wanderer durch einem umstürzenden Baum zu Tode gekommen. Eine weitere Person musste schwerverletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden. 

In Antwerpen wurde das Impfzentrum auf dem Gelände Spoor Oost zeitweise geschlossen. Das Zentrum ist in einem riesigen Zeltbau eingerichtet worden, liegt aber auf einem freien und flachen Gelände, über das der Sturmwind mit hoher Geschwindigkeit weht. 

Boom in der Provinz Antwerpen
In Roeselare in Westflandern wehte der Sturm ein Fachdach von einer Schule weg
Nico Callens
Wijschaete in Westflandern
Radio 2

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