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Einer der letzten lebenden Zeitzeugen der Schlacht von Waterloo wurde ein Opfer des Sturms

Einer der drei Kastanienbäume, die im Jahr 1815 die Schlacht von Waterloo noch erlebt haben, ist in der Nacht zum Mittwoch von Sturm umgeworfen worden. Die drei Bäume, von denen jetzt noch zwei stehen, müssen bereits rund 100 Jahre alt gewesen sein, als Napoleon und seine französischen Truppen in Waterloo gegen Briten, Niederländer, Preußen, Hannoveranern und anderer Herren Länder untergingen.

Die drei Kastanienbäume, die in der Nähe des Hofes von Hougoumont die Schlacht von Waterloo aus nächster Nähe erlebten, waren ein Symbol dieses Ereignisses und noch immer bekamen sie Besuch von Touristen und anderen Interessierten. Doch jetzt fällte der Sturm der vergangenen Tage die mittlere der drei Kastanien.

Jessie Clos vom Verein « Mémorial de la Bataille de Waterloo 1815 » bedauert seht, dass der Baum umgefallen ist: „Der Baum war schon tot, doch er stand noch. Doch der Sturm war zu viel für ihn.“

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

In Französisch haben diese drei Kastanienbäume, von denen noch einer lebt, sogar einen Namen bekommen: „Sentinelles du Champ de Bataille“, was so viel wie „Wächter des Schlachtfeldes“ bedeutet. In den Baumstämmen sind bis heute Einschusslöcher und Kugeln zu entdecken.

Jetzt muss überlegt werden, was man mit dem alten Baumstamm machen wird. Schon kurz nach Bekanntwerden des Ereignisses haben sich Personen an dem Stamm zu schaffen gemacht, die wohl Kugeln aus dem Holz holen wollten. Doch sie konnten verjagt werden. Vielleicht wird man den Stamm wieder aufrichten und fixieren, damit die beiden anderen Kastanien nicht so traurig übrigbleiben, so Clos. 

Die drei Kastanienbäume vor dem Sturm

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