Nicolas Maeterlinck

Kundgebung gegen Intoleranz in Beveren: Auch Premier Alexander De Croo ergriff das Wort

"Jeder in unserem Land ist einzigartig und kann lieben, wen auch immer er lieben möchte. Es gibt keine Toleranz für Intoleranz", betonte Belgiens Regierungschef Alexander De Croo (Open VLD, flämische Liberale) am Samstag während einer Kundgebung in Beveren, die von Casa Rosa, einer Koalition von LGBTI+-Organisationen in Ostflandern, organisiert wurde. 

Diese Kundgebung fand eine Woche nach der Ermordung des 42-jährigen Homosexuellen David P. in einem Beverener Park statt. Das Opfer war von 3 Minderjährigen über die schwule Dating-App Grindr dorthin gelockt worden.

An diesem Samstag versammelten sich kleine Gruppen auf dem zentralen Platz der Stadt. Es wurden verschiedene Reden gehalten und künstlerische Darbietungen veranstaltet. "Wir können dies einfach nicht zulassen. Alexander De Croo (Foto unten), ich sehe Ihnen in die Augen. Wir müssen gemeinsam handeln", richtete sich u.a. die Künstlerin Fleur Pierets an den belgischen Premier.

"Diese Woche wurde viel über Angst und Diskriminierung gesprochen. Die Regenbogenfahnen, die überall gezeigt wurden, sind ein Symbol dafür, dass wir diese Situation nicht akzeptieren können", antwortete der Premierminister.

"Diese Fahnen sind ein starkes Signal. Sie weisen auf den Hass hin und darauf, dass wir ihn nicht dulden werden. Deshalb bin ich hier, um unsere Freiheiten zu verteidigen. Jeder in unserem Land ist einzigartig und kann lieben, wen er lieben will", schloss er.

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