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Nach Demo gegen Rassismus: Chaoten greifen Polizei an und plündern in Innenstadt von Lüttich

Etwa 200 Menschen, die im Rahmen der "Black Lives Matter"-Aktion demonstrierten, haben in Lüttich an verschiedenen Orten in der Innenstadt die Polizei angegriffen und ein Fast-Food-Restaurant geplündert, wie die örtliche Polizei am Samstagnachmittag mitteilte. Zwei Polizeibeamte und weitere Personen wurden verletzt und ein Polizeirevier überfallen. Am frühen Abend beruhigte sich die Lage.

Mehrere hundert Menschen zogen am Samstagnachmittag in kleinen Gruppen durch die Innenstadt von Lüttich mit "der Absicht zu randalieren", so die örtliche Polizei. Ein Motorradfahrer der Lütticher Polizei wurde von Demonstranten auf dem Place Saint-Lambert in der Innenstadt von Lüttich angegriffen. Er musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein weiterer Beamter wurde vor den Galeries Saint-Lambert verletzt.

Die Täter plünderten auch das McDonald's-Fastfood-Restaurant am Place de la République Française, das nur wenige Meter entfernt liegt. Ein  Wasserwerfer und Polizeiverstärkung kamen zum Einsatz.

Gegen 16:00 Uhr wurde das Polizeirevier Liège-Centre, im Zentrum der Maasstadt, angegriffen, ebenso wie mehrere Polizeifahrzeuge in der Nähe. Nach Angaben der Lütticher Polizei handelt es sich um junge Leute, die gezielt die Konfrontation suchten. Kleine Gruppen von Randalierern richteten zahlreiche Sachbeschädigungen an. Die Polizei fordert die Anwohner auf, nicht ins Stadtzentrum zu kommen.

Die Polizei von Lüttich teilte mit, dass diese "Black lives matter"-Kundgebung, wegen der Verhaftung einer Frau am Montagmorgen auf dem Place Saint-Lambert in Lüttich, ordnungsgemäß angemeldet und genehmigt war. Die Festnahme war gefilmt worden und das Video wurde in den sozialen Medien geteilt. Die Kundgebung selbst verlief ohne Zwischenfälle. Inzwischen hat sich die Lage in Lüttich wieder normalisiert.

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