Pflasterstein durch Schaufenster eines Brüsseler Friseurs, der die Regenbogenfahne raushängt

Bei Friseur Danny Stroobants in Haren (Foto), am nordöstlichen Rand der Brüsseler Hauptstadtregion, wurde ein Pflasterstein durch das Schaufenster geworfen. Zufall oder nicht: Nach dem Mord in Beveren hatte er eine Regenbogenfahne aufgehängt. Er selbst geht von Homophobie aus: "Nicht zu fassen, dass ein solcher Hass existiert".

Der Friseursalon New Danny's in Haren wurde gestern Abend das Opfer eine Vandalen. Dabei wurde ein dicker Pflasterstein durch das Schaufenster geschleudert. "Wahrscheinlich, weil ich meine Regenbogenfahne rausgehängt hatte", meint Friseur Danny Stroobants.

Er ist selbst schwul und hat seit Jahren einen Freund. "Nach dem Mord in Beveren habe ich an diesem Wochenende nicht gezögert, die Regenbogenfahne in meinem Friseursalon aufzuhängen. Aber am Samstagabend kam ein Kunde zu mir nach Hause, um mir zu mitzuteilen, in meinem Schaufenster sei ein Loch."

Ich habe es bei der Polizei gemeldet. Und aus Protest habe ich eine zweite Fahne darüber gehängt.
Friseur Danny aus Haren

Der Friseur ging sofort nachsehen und sah, dass tatsächlich ein dicker Pflasterstein durch die Schaufensterscheibe geworfen worden war. "Natürlich hat das niemand gesehen", beklagt Stroobants. 

"Vorläufig habe ich das Loch mit einem Pappbogen verschlossen. Intoleranz und Homophobie liegen jetzt ganz nah beieinander, auch im kleinen Haren bei Brüssel-Stadt. Sehr traurig, so viel Hass. Aber wir halten durch."

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