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Gastronomen protestieren mit Tempo 70 auf Autobahnen um Brüssel gegen die Corona-Maßnahmen

Gastronomen aus Brüssel und aus der Wallonie haben am Montagvormittag zwischen 9 und 10 Uhr mit einer Art Bummelstreik mit 70 km/h auf einigen Autobahnabschnitten rund um die Hauptstadt herum gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Konkret betroffen waren die E19 und die E411 sowie der Brüsseler Ring. Nach dieser Aktion trafen sich die Demonstranten am Atomium zu einer Kundgebung.

An der Aktion, die von Gastronomieverbänden initiiert wurde, nahmen aber auch Vertreter von anderen durch Corona schwer getroffenen Sektoren teil, z.B. aus der Veranstaltungsbranche und aus dem Schaustellergewerbe. Nach der von der Polizei begleiteten Bummelaktion auf den Autobahnen in Brüssel trafen sich die Demonstranten am Atomium, um auf ihre Sorgen und Nöte einmal mehr aufmerksam zu machen. 

Sie warfen der belgischen Bundesregierung vor, ihre Sektoren zu wenig zu berücksichtigen und forderten bessere und fairere Unterstützungen und Hilfsmaßnahmen, sowie konkrete Perspektiven. Nach aktueller Lage darf die Gastronomie ab dem 1. Mai wieder langsam öffnen. Was den wallonischen und Brüsseler Gastronomen ebenfalls schwer auf dem Magen liegt, ist die Tatsache, dass ihre Kollegen in Flandern besser unterstützt werden…

Caroline Case vom Restaurant Chez Musette im Brüsseler Ortsteil Ukkel sagte gegenüber VRT NWS, dass die Gastronomen aus der Hauptstadt-Region für 8 Monate Lockdown 7.000 € bekommen hätten: „Wir haben einen Vergleich mit der Wallonie und mit Flandern gezogen. Die gleiche Art Restaurant, die in Brüssel 7.000 € Hilfe erhält, bekommt in der Wallonie 12.000 € und in Flandern 20.000 €. Man opfert uns auf und lässt uns krepieren.“ 

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