Belgiens Regierung wird Coaches für Terroropfer einsetzen

Knapp 5 Jahre nach den islamistischen Terroranschlägen auf Brüssel teilt die belgische Bundesregierung mit, dass sie ab dem kommenden Sommer spezielle Begleiter für Opfer von Terror einsetzen wird. Dazu macht Bundesjustizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD - Foto) jährlich 300.000 € frei. 

Diese Mittel fließen an die Vereinigung für Terroropfer, V-Europe. Diese Vereinigung wird die Coaches dort einsetzen, so sie dringend gebraucht werden. Die Begleitet haben Erfahrung mit dem Umgang von psychisch und seelisch gestörten Opfern von Terroranschlägen und sind im persönlichen Umgang mit solchen Menschen geübt.

Doch die Hilfe erfolgt auch im praktischen Sinne, wie Justizminister Van Quickenborne dazu erklärte: „Das kann Hilfe für Betroffene sein, die sich Labyrinth von Verwaltungen und administrativen Dingen verloren haben, z.B. bei Versicherungen. Ein Coach kann aber auch Unterstützung bei der Suche nach professioneller medizinischer Hilfe zur Seite stehen.“

Doch die Coaches sind auch für ganz banale Dinge da, wenn man sie braucht, so der Minister: „Das kann ein Spaziergang sein oder Hilfe, wenn ein Brief kommt, der nur schwer verständlich ist und bei dem etwas korrigiert werden muss. Kurzum, es geht darum, diesen Leuten das Gefühl zu geben, dass sie nie mehr alleine zurecht kommen müssen.“ 

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