Die Opfer der Brüsseler Anschläge haben bisher 50 Mio. € von den Versicherungen erhalten

Die Versicherungen haben bis heute 1.412 Opfern der Terroranschläge auf Brüssel am 22. März 2016 rund 50 Mio. € Schadensersatz zukommen lassen. Dies meldet Assuralia, der Dachverband des belgischen Versicherungswesens. Doch es stehen weitere rund 70 Mio. € bereit, um weitere Auszahlungen zu sichern. 

Die bisher ausgezahlten Summen seien nicht wirklich hoch, teilt Assuralia dazu mit, doch bestimmte Personen haben in Zusammenhang mit den Anschlägen und den Umständen, unter denen sie davon betroffen waren, Anrecht auf eine monatliche Pension (das ist bei 620 Opfern aus Belgien der Fall).

Bei anderen Betroffenen, z.B. bei schwerstverletzten Personen, sind die Dossiers noch nicht abgeschlossen, da ihre Behandlung oder ihre Reha noch läuft und da auch 5 Jahre danach noch Operationen ausstehen.

Wieder andere Betroffene lehnen eine Entschädigung durch die Versicherungen, auf die sie Anrecht haben, noch ab. Sie wollen so lange warten, bis die Gerichte ihre Urteile zu den Schäden gefällt haben, so Assuralia weiter.

Insgesamt sind 1.230 Personen in Belgien offiziell als Opfer der Anschläge vom 22. März 2016 anerkannt - 995 vom Flughafen von Zaventem und 275 von der Metrostation Maalbeek. Die Versicherungen haben also mehr Betroffene vergütet, als offiziell angeführt werden. 

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