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Brüsseler Polizei in Zivil führt ersten Einsatz gegen sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum durch

In der Polizeizone Brüssel-Nord (Schaarbeek, Evere und Sint-Joost-ten-Noode) waren drei Polizeibeamte am Mittwoch erstmals gegen sexuelle Belästigung von Frauen im öffentlichen Raum im Einsatz. Es wurde zwar kein Verhalten beobachtet, das eine Straftat dargestellt und eine Anzeige erfordert hätte, aber die Polizeibeamten haben dennoch mehrere Personen auf ihr anzügliches Verhalten zur Rede gestellt. 

An dem Einsatz nahmen eine Polizistin und zwei Polizisten in Zivil teil. Ziel war es, die Täter in flagranti zu erwischen. Wurde die Polizistin unterwegs angesprochen und belästigt, durfte sie ihren Weg fortsetzen. Der oder die Pöbler wurden dann von ihren beiden Kollegen angewiesen, die Belästigung zu unterlassen. Seit dem Gesetz vom 22. Mai 2014 gegen Anzüglichkeiten, Beleidigungen, Obszönitäten, Übergriffe und Belästigungen im öffentlichen Raum ist ein solches Verhalten strafbar.  

Hauptkommissar Frédéric Dauphin von der Polizeizone Brüssel-Nord, stellt fest, dass "Opfer oft zögern, um Anzeige zu erstatten". Das sei insbesondere der Fall, wenn die Belästigung nicht zu körperlicher Gewalt führe.   

Für ihren Einsatz hat sich die Brüsseler Polizeizone bei der Polizei von Lüttich inspiriert, die bereits einen Schritt weitergegangen war. 

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