Elf Fälle von Blutgerinnseln nach Impfungen mit AstraZeneca in Belgien

Bislang wurden der belgischen Arzneimittelagentur elf Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) gemeldet, die bei Personen aufgetreten sind, die mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft wurden.  In zwei Fällen wurden weitere Untersuchungen angeordnet.  

Aufgrund der großen Anzahl von Impfungen handelt es sich eine relativ niedrige Zahl", sagt Ann Eeckhout von der belgischen Arzneimittelagentur. Sie bestätigte auch, dass kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und den Fällen besteht. 

Im Gegensatz zu den meisten EU-Ländern, in denen Impf-Kampagnen mit dem AstraZeneca-Impfstoff unterbrochen wurden, wird in Belgien weiter mit AstraZeneca geimpft.   

Bislang wurden 215.862 Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs in Belgien verabreicht.  Experten sagen, dass die Anzahl der gemeldeten Blutgerinnsel nach einer Impfung mit AstraZeneca geringer ist als die Anzahl Blutgerinnsel, die man normalerweise in einer nicht geimpften Bevölkerung erwarten könnte. 

Hans Kluge, der Chef der Weltgesundheitsorganisation, bestätigte gegenüber der VRT: "Die Vorteile des Impfstoffs bleiben größer als das Risiko möglicher Nebenwirkungen.  In dieser Hinsicht folgt Belgien dem Rat der WHO.”  

"Alle Berichte über Nebenwirkungen werden im Detail untersucht. Es ist eine komplexe Untersuchung, die noch nicht abgeschlossen ist.  Wir hoffen, dass wir in den nächsten Tagen ein endgültiges Urteil abgeben können. Wir sollten bedenken, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit die häufigste Todesursache sind.  Es ist klar, dass Impfstoffe Leben retten.

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