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Neue Verstöße gegen Corona-Maßnahmen im Geflügelschlachthof in Kruisem

Die Sozialinspektion hat erneut Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen in einem Geflügelschlachthof im ostflämischen Kruisem zu Protokoll gegeben. Und das, obwohl in der vergangenen Woche ein großer Corona-Ausbruch mit 68 infizierten Mitarbeitern von 200 festgestellt worden war.  

Bei der Inspektion kam heraus, dass der Mindestabstand und die Maskenpflicht nicht eingehalten wurden. 

Im September 2020 war der Geflügelschlachthof in Kruisem zum ersten Mal überprüft worden. Der Abschlussbericht war negativ ausgefallen und bemängelte u. a. zu wenig Abstand zwischen den Arbeitern, eine unzureichende Belüftung und fehlende Masken. Am Donnerstag war die Sozialinspektion in Begleitung der Polizei erneut vorstellig geworden und musste fast wieder dieselben Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen ahnden als bei der ersten Inspektion.  

Dabei hatte es letzte Woche einen großen Ausbruch der Viruserkrankung im Schlachthof gegeben: 68 der 200 Mitarbeiter waren positiv getestet worden. 

Schlechte Belüftung

Bei der Inspektion wurde u. a. ein Problem mit der Belüftung festgestellt, ausgerechnet in jenem Bereich, in dem sich die meisten Mitarbeiter mit Corona infiziert hatten. Bei der Belüftung muss regelmäßig Luft von außen eingeführt werden, was hier nicht der Fall war. Das Unternehmen muss die notwendigen Anpassungen binnen 14 Tagen vornehmen. Ansonsten droht eventuell eine Geldbuße. Eine sofortige Stilllegung des Betriebs war nicht erforderlich. 

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