Sperrstunde bleibt unverändert, vorgesehene Lockerungen zum 1. April verschoben

Der Beratungsausschuss von Bund und Ländern über die Corona-Maßnahmen hat beschlossen, die Lockerungen ab 1. April -  Wiedereröffnung der Freizeitparks und Veranstaltungen mit 50 Personen im Freien - zu verschieben. Darüber hinaus haben die Regierungen eine Reihe von Maßnahmen verschärft. Der Grund sind die rasant steigenden Corona-Zahlen in Belgien.  

Die Diskussionen zwischen den Regierungsvertretern im Beratungsausschuss gestalteten sich schwierig. Dieser war verfrüht von Premierminister Alexander De Croo einberufen worden, nachdem die Corona-Zahlen (Neuinfektionen und Krankenhausaufnahmen) wieder im zweistelligen Bereich steigen. Statt der erhofften Lockerungen mussten die Behörden die Corona-Maßnahmen sogar verschärfen. 

  • Jugend- und Sportlager mit Gruppen von 25 Kindern und Übernachtungen werden in den Osterferien also nicht stattfinden. Aktivitäten dürfen nur im Freien und nur für Gruppen von je 10 Kindern organisiert werden.   
  • Weil die Züge in den letzten Wochen immer häufiger überfüllt waren, dürfen an den Wochenenden und in den Schulferien nur noch die Fensterplätze besetzt werden. Eine Ausnahme gilt für Kinder unter 12 Jahren.
  • Die vorgesehene Wiedereröffnung der Freizeitparks am 1. April wurde gestrichen. 
  • Homeoffice bleibt die Regel. Arbeitnehmer, die in risikoreichen Berufen arbeiten (z. B. Polizisten und Feuerwehrleute, Briefträger und Zollbeamte) und nicht im Homeoffice beschäftigt werden können, werden ab sofort die Möglichkeit bekommen, Schnelltests auszuführen.  Zunächst werden Schnelltests in Unternehmen eingeführt, in denen ein Arbeitsarzt anwesend ist, um sicherzustellen, dass die Corona-Tests korrekt ausgeführt werden. 
  • Auch die Sperrstunde wird aufrechterhalten (ab Mitternacht in Flandern und in der Wallonie, ab 22 Uhr in Brüssel). 
  • Die verschiedenen Bildungsminister sind aufgefordert, bis Montag einen detaillierten Plan vorzulegen, um die Zahl der Infektionen drastisch zu reduzieren. Es handelt sich um Maßnahmen, die so schnell wie möglich wirksam werden sollten.  

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