Wissenschaftler aus zwei Universitäten entdecken eine neue Corona-Variante in Belgien

Wissenschaftler der Universitäten von Lüttich (ULiège) und Löwen (KU Leuven) haben entdeckt, dass in Belgien eine neue Variante des Coronavirus zirkuliert. Sie gehen aber davon aus, dass diese nicht für schwere Krankheitsverläufe sorgt, wie die frankophone Tageszeitung Le Soir am Montag dazu meldet.

Bei dieser neuen Variante handelt es sich um den Typ B.1.214., auch „Spike Insertion“ genannt. Forscher an der Lütticher Universität hatten diese Mutation bereits im Januar entdeckt.

Die Wissenschaftler und Virologen gehen davon aus, dass diese Variante derzeit rund 4 % der Corona-Infektionen in Belgien ausmacht. Damit liegt die Verbreitung hierzulande in etwa auf gleicher Höhe, wie die Varianten aus Brasilien und Südafrika.

Der Mikrobiologe Emmanuel André von der Uniklinik Löwen (UZ Leuven) und der Universität Löwen (KU Leuven) sagte dazu am Sonntag gegenüber unseren frankophonen Kollegen der RTBF, es liegen derzeit keine Anzeichen dafür vor, dass die neue Variante zu schweren Krankheitsverläufen führen würde.

Vincent Bours, Professor für menschliche Genetik an der Lütticher Uni, bemerkte dazu in Le Soir: „Wir beobachten, dass diese Variante langsam in Belgien zunimmt, vor allem in und um Brüssel, in Flämisch-Brabant und im Hennegau.

Nach Ansicht von Bours ist diese Variante mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine „belgische“ Variante. Sie sei wohl eher von Reisenden aus dem Bereich Sub-Sahara in Belgien eingeführt worden. 

Die Variante B.1.214., muss nach Ansicht der Wissenschaftler aber noch genauer erforscht werden, denn man weiß noch nicht, ob die hier zur Anwendung kommenden Impfstoffe auch vor diesem Virustyp schützen. Große Besorgnis angesichts dieser neuen Mutation liegt hier aber nicht vor.

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