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Corona-Ausschuss tagt Mittwoch um 9 Uhr: Alle Maßnahmen zur Senkung der Infektionszahlen stehen wieder zur Debatte

Angesichts der schnellen Zunahme der Corona-Zahlen werden die Regierungen von Bund und Ländern bereits am Mittwochmorgen zusammentreffen, um eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen zu besprechen. Ein Treffen des Kerns mit den wichtigsten Ministern der Bundesregierung ist bereits für Dienstagabend um 20 Uhr geplant.

Der letzte Corona-Beratungsausschuss von Bund und Ländern hatte erst am vergangenen Freitagnachmittag stattgefunden und im Wesentlichen dazu geführt, dass eine Reihe von geplanten Lockerungen auf später verschoben wurde. Ein drastische Verschärfung oder ein neuer Lockdown waren nicht in Betracht gezogen worden. 

Seitdem läuten verschiedene Experten des Gesundheitswesens die Alarmglocke, da die Zahlen der Krankenhausaufnahmen und der Patienten auf den Intensivstationen rasant zunehmen. Am Montag waren 280 Corona-Patienten in die belgischen Krankenhäuser eingeliefert worden. Dabei lag der Durchschnitt in der Woche davor noch bei “nur” 200 Patienten pro Tag. Am Dienstag befanden sich 2.359 Patienten im Krankenhaus, 588 auf der Intensivstation. Die Experten befürchten, dass die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen Anfang April bereits bei 1.000 Corona-Patienten liegen könnte. 

Neben den Virologen und Epidemiologen haben auch die Hausärzte vor einem weiteren Anstieg der Zahlen und dem Ausbruch einer dritten Welle gewarnt.   

Beobachter gehen davon aus, dass jetzt wieder alle möglichen Maßnahmen auf dem Tisch liegen: Die Schließung der nicht lebensnotwendigen Geschäften und der Kontaktberufe (u. a. Friseure, Hand- und Fußpflege …), die Verlängerung der Osterferien um eine Woche oder auch die Verhängung eines neuen Lockdowns ... Die Diskussion zwischen den Regierungsvertretern dürfte sich schwierig gestalten. Der flämische Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) sagte im regionalen Parlament, er verstehe die Bedenken der Virologen, aber man müsse alle Faktoren berücksichtigen, auch die Bedürfnisse der Bevölkerung. 

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