Steigende Coronazahlen: "Osterpause"-Lockdown in Belgien soll 4 Wochen dauern

Der verfrüht zusammengerufene Konzertierungsausschuss aus Bund, Ländern und Regionen hat angesichts der steigenden Coronazahlen (mehr Hospitalisierungen, mehr Ansteckungen) einen neuen Lockdown vereinbart, der ab dem kommenden Samstag, 27. März, für 4 Wochen in Kraft tritt. Die Einschränkungen in diesem von Premierminister Alexander De Croo (Open VLD - Foto) als „Osterpause“ bezeichneten Lockdown im Schulwesen laufen bis zum 19. April. 

Wie sehen die Maßnahmen aus?

  • Kontaktberufe, wie Frisöre, Masseure oder Schönheitsspezialisten müssen ab den kommenden Samstag (27. März) fûr 4 Wochen wieder schließen.
  • Sogenannte „nicht-essentielle“ Geschäfte müssen schließen, können aber nach Absprache Kunden bedienen. Große Ketten, wie z.B. Möbelhäuser, dürfen dann nur 50 Kunden in ihre Geschäfte lassen. Zwei Personen aus einem Haushalt dürfen gemeinsam einkaufen. Hier liegt es an den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden, dies verschärft zu kontrollieren.
  • Unter freiem Himmel dürfen sich ab dem kommenden Samstag wieder nur noch 4 Personen treffen und nicht mehr, wie bisher, 10 Personen. Kinder unter 12 Jahren zählen dabei aber nicht mit. 
  • Kinderkrippen und Kindergärten bleiben geöffnet, doch Grund- und Sekundarschulen sowie Universitäten, Hochschulen und die Abenschulen im Erwachsenenunterricht müssen ab dem kommenden Montag (29. März) schließen. In den Sekundarschulen wird auf Fernunterricht umgeschaltet und geplante Klausuren und Prüfungen finden statt. Die Maßnahmen für das Schulwesen dauern bis zum 19. April, also bis zum Ende der Osterferien.
  • Freizeitaktivitäten, wie z.B. Jugend- oder Sportlager oder andere Beschäftigungen für Kinder, werden in den Osterferien nicht weiter eingeschränkt. Gemeinsam aktive Gruppen dürfen nur aus 10 Kindern oder Jugendlichen bestehen und Übernachtungen im Rahmen solcher Aktivitäten bleiben weiter untersagt. 
  • Von nicht essentiellen Reisen wird weiter abgeraten, doch das belgische Reiseverbot läuft am 19. April aus. Allerdings wird es an den Grenzen und in den Flughäfen vermehrt zu Kontrollen kommen. Die Behörden setzen hier weiter auf Tests und Quarantäne. An der aktuellen Handhabe der Regelungen im „kleinen Grenzverkehr“ wird sich nichts ändern.
  • Die Behörden werden angesichts von steigendem Individualverkehr auch vermehrt bei den Arbeitgebern kontrollieren, ob die Verpflichtung zur Heimarbeit dort, wo Homeoffice möglich ist, eingehalten wird und ob dort, wo nicht von zuhause aus gearbeitet werden kann, alle Corona-Maßnahmen eingehalten werden. 

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