Einsparungen und Personalmangel: Museum für Schöne Künste in Brüssel muss Säle schließen

Das Königliche Museum für Schöne Künste in Brüssel muss ab sofort einige Säle schließen. Das hat mit dem aktuellen neuen Corona-Maßnahmen nichts zu tun, denn die Museen und Galerien sind von dem neuen Lockdown in Belgien nicht betroffen. Diese Maßnahme ist auf Sparmaßnahmen zurückzuführen und damit auch mit Personalmangel.  

Das Königliche Museum für Schöne Künste in Brüssel begrüßt zu normalen Zeiten ohne Corona jährlich rund 1 Million Besucher aus dem In- und Ausland und ist eigentlich damit das meistbesuchte Kunstmuseum in ganz Belgien. Doch diese hohen Besucherzahlen sind seit einem Jahr, seit Ausbruch der Coronakrise, größtenteils zurückgegangen.

Das veranlasst die Museumsleitung heute dazu, den Hauptteil des Museums zu schließen. Die Direktion legt aktuell den Fokus auf neuer Kunst, bzw. auf die Säle und Gebäude, in denen Kunst aus den 19. und dem Anfang der 20. Jahrhunderts zu sehen ist, also quasi auf das “Fin-de-siècle“-Museum.

Augenblicklich kann das KMSKB nur über einen Teil seines Personals verfügen, denn aus Spargründen sind viele Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt worden. Das bedeutet, dass die Säle, in denen die Klassiker Rubens, Rembrandt, Van Dyck, Jordaens und Bruegel hängen, bis mindestens Mitte Oktober geschlossen werden (müssen).

Das bedeutet, dass diese Säle und diese Werke der großen flämischen Meister, auch dann nicht zu sehen sein werden, wenn es die Coronakrise erlaubt, wieder Touristen aus dem Ausland in Belgien zuzulassen. 

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