Volle Züge in Richtung Küste? Die belgische Bahn arbeitet mit einem Warnsystem

Der Gouverneur der Provinz Westflandern, zu der die gesamte belgische Nordseeküste gehört, hat sich mit der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB auf einen Plan geeinigt, mit dem vermieden werden soll, dass zu viele Tagestouristen in zu vollen Zügen in den nächsten Tagen und Wochen zur Küste fahren.

Provinzgouverneur Carl Decaluwé will vermeiden, dass sich die Menschen an den Stränden und in den Innenstädten der Küstenbadeorte drängen und die belgische Bahn will verhindern, dass sich angesichts steigender Corona-Zahlen im Land die Menschen in den Zügen drängen und womöglich gegenseitig mit Covid-19 infizieren. 

Der Gouverneur und vor allem die Bürgermeister von Küstenstädten mit direktem Bahnanschluss - Ostende und Blankenberge - haben nicht erst seit gestern Probleme mit vielen Tagestouristen aus dem Inland in diesen Corona-Zeiten.

Jetzt verspricht die Bahn einzugreifen. Sie wird mithilfe ihrer App Reisende davor warnen, den Zug in Richtung belgische Nordseeküste zu nehmen, wenn die schon fahrenden Züge zu voll werden. Zudem prüft die NMNS/SNCB eine Warnung per SMS.

Gouverneur Decaluwé wollte bei einem Scheitern der Gespräche mit der Bahn juristische Schritte einleiten, um zu verhindern, dass zu viele Tagestouristen die Küstenorte erreichen. Noch immer steht die Möglichkeit im Raum, zur Not Bahnhöfe auf Anordnung des Gouverneurs oder der Bürgermeister zu schließen.

Die beiden in Belgien anstehenden Osterferienwochen (Mo. 6. bis Fr. 16. Februar) werden mit Sicherheit in dieser Frage tageweise für Herausforderungen sorgen. 

Der Bahnhof von Ostende

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