Premier will an Wiedereröffnung der Schulen und Gaststätten festhalten, aber ... alles hängt von den Zahlen ab

Der belgische Premierminister Alexander De Croo (flämische Liberale (Open VLD)) hat im TV-Programm De zevend dag bei der VRT am Sonntag erklärt, dass er immer noch an der Wiedereröffnung der Schulen am 19. April und der Kneipen und Restaurants am 1. Mai festhalte. Alexander De Croo betonte jedoch, dass er sich nicht an bestimmte Daten klammere und man die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen abwarten müsse. 

In einer Reaktion auf die Kritik des frankophonen liberalen Parteivorsitzenden Georges-Louis Bouchez (MR), der die Corona-Politik der Bundesregierung (der seine eigene Partei angehört) als "Fehlschlag" bezeichnete, sagte De Croo: "In einer Krise wie dieser muss man sicherstellen, dass innerhalb der Regierung(en) Einigkeit herrscht.” Während einer Krise müsse man auch in der Lage sein, den Kurs zu ändern, wenn die Situation anders als erhofft sei, so der belgische Premier. 

"Wie viele europäische Länder hatten wir gehofft, auf Lockerungen zusteuern zu können. Monatelang ist es uns gelungen, eine dritte Welle mit Maßnahmen abzuwehren, die viel weniger streng waren als in anderen Ländern", unterstrich De Croo.  

Auf die Frage, ob die Schulen in drei Wochen wieder vollständig geöffnet sein werden, sagte Alexander De Croo, dass die jetzigen Maßnahmen die gleichen seien wie im November, aber alles von der weiteren Entwicklung der Pandemie abhängig sei.  

Für die Wiedereröffnung der nicht lebensnotwendigen Geschäfte am 27. April und der Kneipen und Restaurants am 1. Mai müsse zuerst eine Begrenzung der Kontakte in den kommenden Wochen erreicht werden: “Wir haben es derzeit mit einer aggressiven Variante zu tun. Was die Impfungen betrifft, wird es im zweiten Quartal eine Beschleunigung des Programms geben". 

Kein Datum mehr für Wiedereröffnung

De Croo ist sich bewusst, dass der Druck auf die Intensivstationen immer größer wird: “Deshalb lasse ich mich nicht dazu verleiten, schwarz auf weiß ein Datum festzulegen. Wir werden zunächst die Auswirkungen der Maßnahmen evaluieren."    

"Wir müssen das Gesamtbild betrachten: Wie ist die Situation auf den Intensivstationen? Wie sieht es mit der Impfstoffversorgung aus? Das Virus ist genauso unberechenbar wie die Lieferung der Impfstoffe. Ich werde keine Daten nennen", sagte der belgische Premier. 

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