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Einkaufen nach Termin: Einzelhandelsverband Comeos spricht von "Desaster" und Umsatzrückgang von 85 %

Das Einkaufen nach Terminvereinbarung zwischen Kunden und Geschäftsleuten hat"dramatische" Auswirkungen. Die von den neuen Corona-Maßnahmen betroffenen Geschäfte haben im Schnitt 60 bis 85 % weniger Umsatz am Samstag verzeichnet. Das ergab eine Umfrage vom Einzelhandelsverband Comeos. 

In den Innenstädten sind die Umsätze um durchschnittlich 60 % gesunken, während die Umsätze der Geschäfte in den Einkaufszentren um 85 % im Vergleich zu einem normalen Samstag eingebrochen sind, so der Verband. 

"In der Praxis und in Zahlen kommen die neuen Termin-Shopping-Maßnahmen einer dritten Schließung der Läden gleich. Die Regierung muss ihre Verantwortung wahrnehmen, indem sie die Händler unterstützt", sagte Comeos-Geschäftsführer Dominique Michel am Sonntag. “Konkret fordern wir eine Befreiung von den Sozialversicherungslasten für das zweite Quartal und einen Beitrag zu den Fixkosten für alle Händler, ob groß oder klein", fügte er hinzu. 

Comeos hatte bereits errechnet, dass sich die Kosten der neuen Maßnahmen für den gesamten Einzelhandel auf 1 Milliarde Euro an Umsatzverlusten belaufen würden. Mehr als 13.000 Arbeitsplätze sind ebenfalls gefährdet. "Wenn der erste Samstag ein Indikator für die kommenden Wochen ist, erwägen mehrere Händler, zu schließen", heißt es in der Umfrage des Verbandes abschließend. 

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