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Europareise ohne gegen Corona-Regeln zu verstoßen? Mini-Europa in Brüssel ist wieder geöffnet

Ab heute öffnet Mini-Europa auf dem Brüsseler Heysel-Gelände wieder seine Türen. Eigentlich sollte der Miniaturpark 2020 definitiv schließen. Nicht nur die Corona-Krise setzte dem Unternehmen schwer zu. In den Zukunftsplänen für das Ausstellungsgelände auf dem Heysel kam Mini-Europa nicht mehr vor. 

Nach dem verheerenden Corona-Jahr und wegen der neuen Investitionspläne am Heysel schien das Ende des Freizeitparks am Fuße des atomiums so gut wie besiegelt. Schade, denn der Parkt mit Miniaturen aller Sehenswürdigkeiten in der Europäischen Union war bei Brüssel-Besuchern äußerst beliebt.  

"Wir freuen uns aber, endlich wieder die Türen öffnen zu können", sagte Geschäftsführer Thierry Meeùs am Montag. "Das letzte Jahr war eine echte Katastrophe für uns. Wir haben kaum Besucher gehabt: Nur 16 Prozent vom Betrieb, den wir normalerweise haben. Dann drohte uns auch noch eine definitive Schließung. Aber jetzt können wir wieder loslegen und das Personal und ich freuen uns total darauf."  

Inländische Touristen

Dieses Jahr setzt Thierry Meeùs auf einheimische Touristen. "Es bleibt abzuwarten, ob ausländische Gäste kommen, aber ich hoffe besonders, dass wir dieses Jahr viele Belgier begrüßen dürfen. Wir haben verschiedene Miniaturen restauriert, wie zum Beispiel den Pariser Triumphbogen. Außerdem haben wir eine neue Beleuchtung installiert. Es lohnt sich also definitiv, unseren Park zu besuchen."  

In den extralangen Osterferien ist Mini-Europe sicher eine willkommene Abwechslung und der ideale Ort, um wieder Reisepläne zu schmieden. 

Schon erste Besucher am Montagmorgen

Die ersten Besucher am Montagmorgen waren von der Wiedereröffnung begeistert. "Es ist schön, dass wir jetzt hierher gehen können", sagte ein Vater von zwei Kindern: "Jetzt, wo wir eine zusätzliche Woche Ferien haben, ist dies eine ideale Aktivität und lehrreich dazu." 

Auch eine Familie aus Puurs freut sich: "Wir beginnen unsere Extrawoche mit einem Ausflug, dann geht es zurück zur Arbeit und zur Kinderbetreuung." Sogar Lehrkräfte kommen mit ihren Sprösslingen vorbei: "Normalerweise würde ich jetzt vor der Klasse stehen, aber es ist keine Schule mehr, also sind wir hier." 

Die ersten ausländischen Touristen waren am Montagmorgen ebenfalls bereits in Mini-Europa. "Ich bin sehr glücklich, in Belgien zu sein. Ich wollte meinem Freund unbedingt Mini-Europa zeigen", sagt ein Tourist aus der Ukraine. "Ich war schon mal hier und so hat man tatsächlich das Gefühl, in ganz Europa gewesen zu sein." 

Mini-Europa
Archivbild

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