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Flämische Regierung stellt Seniorenheimen 102 Millionen Euro bereit

Die flämische Regierung zahlt den Wohn- und Pflegeheimen 102 Millionen Euro als Ausgleich für die schwere Zeit während der Corona-Gesundheitskrise. Das Geld soll dazu dienen, mehr Personal einzusetzen und die Kontinuität des Betriebs zu garantieren, auch wenn die Einrichtungen weniger Bewohner zu betreuen haben.

Flanderns Gesundheitsminister Wouter Beke sagte, die Regierung wolle sicherstellen, dass diese Heime auch dann angemessen besetzt sind, wenn sie vorübergehend weniger Bewohner haben: "Wir wollen dem Sektor eine Atempause und Zeit geben, um sich von einer sehr schweren Periode mit vielen Corona-Fällen zu erholen. 

Die 102 Millionen Euro werden für zusätzliches Personal und die Kontinuitätsgarantie in den Wohn- und Pflegeheimen ausgegeben. Letztere deckt einerseits 100 % der Entschädigung für das Grundpflegegeld ab, andererseits 70 % der Entschädigung für den Tagessatz. Pflegeheime erhalten diese Entschädigung, wenn die Minderbelegung ihrer Infrastruktur auf die Corona-Epidemie zurückzuführen ist. Für diese Garantie werden 80 Millionen Euro aufgewendet. 

Ausgleich für die vielen Überstunden

Dazu kommt noch die Finanzierung von zusätzlichem Personal, u. a. Aushilfepfleger/innen, medizinische Fachkräfte, Psychologen/innen und Logistikpersonal für den Zeitraum vom 1. April bis 30. September. 

"Auf diese Weise erhalten die Mitarbeiter der Pflegeheime einen wohlverdienten Ausgleich für die zahlreichen Überstunden, die während der sehr belastenden Zeit der Mehrfachkontamination geleistet wurden", so Minister Beke (Foto). 

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