Er lockte Brad Pitt nach Brüssel: Wer ist der Künstler Thomas Houseago?

Brad Pitt ist am Montag in Belgien gelandet, um seinen guten Freund und Künstler Thomas Houseago bei der Vorbereitung der Ausstellung "Vision Paintings" in den Königlichen Museen für Schöne Künste in Brüssel zu helfen. Wer ist der Künstler, den Brad Pitt in Belgien besucht?

Als Schauspieler Brad Pitt (57) am Montag in einem Privatjet in Brüssel landete, wurde heftig über den Grund seines Besuchs spekuliert. Ging es um einen neuen Film, einen Hauskauf oder besuchte er einen Architekten für sein Haus in Frankreich? 

Inzwischen wurde bekannt, dass Pitt seinen guten Freund und Künstler Thomas Houseago (49) besuchte. Dessen Werke werden ab dem 22. April in den Königlichen Museen der Schönen Künste in Brüssel (KMSKB) zu sehen sein und Pitt bekam bereits eine Kostprobe von “Vision Paintings”.

Er profitierte von der Gelegenheit, um sich sogar die Meisterwerke der altflämischen Meister anzusehen, obwohl das Museum letzte Woche bekannt gab, dass Rubens, Bruegel und Rembrandt wegen Personalmangels erst ab dem 15. Oktober wieder für das breite Publikum zu sehen sein werden.  

Museumsdirektor und Kunsthistoriker Michel Draguet (links), Thomas Houseago (Mitte) und Brad Pitt (rechts)

Pitt und Houseago sind seit Jahren eng befreundet. Nach dem Ehekrach mit Angelina Jolie verbrachte Pitt viel Zeit im Haus des Künstlers.   

Obwohl der in Leeds geborene Künstler in Los Angeles lebt und arbeitet, ist es kein Zufall, dass seine Ausstellung "Vision Paintings" in Brüssel gezeigt wird. Nach seinem Abschluss am Central St Martin's College in London im Jahr 1994 zog er nach Amsterdam und studierte bei De Ateliers, der ältesten Künstlerwerkstatt der Niederlande.  

Danach zog Houseago nach Brüssel, wo er seine Werke ausstellte. 2002 arbeitete er zum ersten Mal mit Xavier Hufkens zusammen, der Brüsseler Galerie, die ihn seit Jahren vertritt. 

Thomas Houseago verwendet Materialien, die mit klassischer und modernistischer Bildhauerei assoziiert werden (Holz, Ton, Gips und Bronze), aber auch weniger traditionelle Materialien (Stahlstangen, Beton und Sackleinen). Charakteristisch für seine Arbeit ist die Kombination von flachen Holzteilen und runden Skulpturen. 

Der Künstler bringt auch zweidimensionale Arbeiten auf Leinwand und Papier, die er als eine Kreuzung aus "Zeichnung und Kartierung" beschreibt. 

Dass der Künstler, fast zwanzig Jahre später, an den Ort zurückkehrt, der einst seine Heimat war, ist für ihn ein besonderes Erlebnis. "Was für eine seltsame, surreale Erfahrung, dass die Welt stillsteht - langsamer wird, sich nach innen kehrt - und mit ihrer Verletzlichkeit konfrontiert wird", sagt Houseago.  

"Aus der Isolation in die Stadt meiner Jugend zurückgebracht zu werden, unterstützt von ihren Kuratoren und dem Museum, in dem ich als junger Künstler unzählige Stunden verbracht habe, erinnert fast an einen Zyklus und stellt eine unbeschreibliche Verbindung dar." 

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