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Nur 4 Tage im März wegen Corona geschlossen und trotzdem doppeltes Überbrückungsgeld für Kontaktberufe?

Seit Samstag sind die nicht-medizinischen Kontaktberufe, z. B. Friseure, Pediküre/Maniküre, Kosmetikstudio usw., wegen Corona zwangsweise geschlossen. Für den Monat März bedeutet dies vier Tage. Trotzdem sollen sie die doppelte Überbrückungsgeld erhalten. Das hat das Kabinett des für den Mittelstand und die Selbstständigen zuständigen belgischen Ministers David Clarinval (MR) bestätigt.

Nicht-medizinische Kontaktberufe haben Anspruch auf das doppelte Überbrückungsgeld. Das sind mehr als 2.580 Euro brutto für einen Monat. Wer Kinder zu Lasten hat, bekommt wegen der gezwungenen Schließung mehr als 3.200 Euro, um die coronabedingte Durststrecke zu überstehen. Das Kabinett des zuständigen belgischen Ministers hat den Anspruch auf die volle Höhe des Zuschusses bestätigt, auch wenn die nicht-medizinischen Kontaktberufe nur einen Tag geschlossen sind und den Rest des Monats arbeiten konnten.  Für April soll dieselbe Regelung gelten.

Am Wochenende waren die Auswirkungen dieses Beschlusses auch auf politischer Ebene diskutiert worden.  

Nicht lebensnotwendige Geschäfte empört

Die nicht lebensnotwendigen Geschäfte, die für Shoppen nach Termin geöffnet bleiben dürfen, können ebenfalls Überbrückungsgeld beanspruchen. Allerdings haben sie nur Anspruch auf das einfache Überbrückungsgeld, d. h. maximal 1.600 Euro,  und auch nur unter der Bedingung, dass sie mindestens 40 Prozent Umsatzrückgang erlitten haben. 

Die  Vertreterin der Modegeschäfte reagierte empört auf diese Regelung und sagte, die Modegeschäfte wären die Leidtragenden. Mit einem Umsatzrückgang von 70 % seien ihre Mitglieder auf das doppelte Überbrückungsgeld angewiesen.

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