Bürgermeisterin von Geel nach Fackelzug gegen Corona-Maßnahmen: "Wütend und enttäuscht"

In Geel, eine Kleinstadt in den Antwerpener Kempen, hielten gestern Abend etwa vierhundert Menschen einen Fackelzug gegen die Corona-Maßnahmen ab. Die Kundgebung war genehmigt, aber die Teilnehmer hielten sich nicht an die Vereinbarungen und Corona-Maßnahmen.

Bürgermeisterin Vera Celis (N-VA) klingt sehr verärgert: "Was gestern Abend passiert ist, ist absolut nicht akzeptabel." Etwa vierhundert Menschen zogen mit Fackeln durch die Straßen von Geel, um eine andere Corona-Politik zu fordern. Die Kundgebung war bei der Stadtverwaltung beantragt und genehmigt worden: "Wir hatten einen Antrag für einen friedlichen, heiteren Fackelzug von der Organisation Re-Start Life erhalten. Als wir die Organisation ausfindig machten, stellte sich heraus, dass es sich um eine Bürgerbewegung handelt, die eine Lockerung der Corona-Maßnahmen fordert."

Bilder des Fackelzuges kursieren in den sozialen Medien. Der Text wird unterhalb des Tweets fortgesetzt:

Nach Prüfung hatte die Stadt den Antrag genehmigt. Bürgermeisterin Celis: "Ich muss nicht mit den Demonstranten einverstanden sein, aber ich denke, es ist ihr demokratisches Recht, ihre Meinung zu äußern. Die Anfrage durchlief die gesamte Sicherheitsprozedur und schien völlig in Ordnung zu sein. Doch in Wirklichkeit lief es überhaupt nicht wie vereinbart. Die Leute standen zu dicht beieinander, es gab viele Demonstranten ohne Maske, es wurden bengalische Feuerwerkskörper gezündet und laute Musik gespielt."

Die Polizei hat nun einen offiziellen Bericht erstellt, damit mögliche Täter strafrechtlich verfolgt werden können. "Die Polizei wird sich die Bilder ansehen, um die Akte zu vervollständigen, und dann werden Maßnahmen ergriffen."

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