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105. Auflage der Flandern-Rundfahrt mit 3 großen Favoriten: Van der Poel, van Aert und Alaphilippe

Die Saison der flämischen Radklassiker erreicht an diesem Sonntag ab 10:00 Uhr ihren Höhepunkt mit der 105. Auflage der Flandern-Rundfahrt (Ronde van Vlaanderen, WorldTour), die von Antwerpen nach Oudenaarde über eine Distanz von 254,3 km führt. Die Ronde ist der letzte der international berühmten Frühjahrsklassiker im Norden Europas, da Paris-Roubaix, das für den 11. April geplant war, auf den 3. Oktober verschoben wurde.

Die "fantastischen Drei", der Flame Wout van Aert (Jumbo-Visma), der Niederländer Mathieu van der Poel (Alpecin-Fenix) und der Franzose Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step), starten wieder in der Favoritenrolle. Im vergangenen Jahr führte das Trio die 104. Auflage der Ronde an, die wegen Corona, was den Radsportkalender durcheinanderbrachte, im Oktober stattfand. Der neue Weltmeister Alaphilippe schied damals nach einem Zusammenstoß mit einem Motorrad im Finale aus und Mathieu van der Poel schlug Wout van Aert in einem Königssprint.

Mathieu van der Poel

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Auf dem E3-Podium in Harelbke hatte Mathieu van der Poel (Foto) am Mittwoch beim ‚Dwars door Vlaanderen‘ (dt.: Quer durch Flandern) einen schlechten Tag. Er wurde nur 58. beendete. Der niederländische Fahrer strebt auf der Ronde eine Neuauflage seines Sieges vom Vorjahr an.  "Ich bin auf jeden Fall bereit, meinen Titel zu verteidigen, und ich möchte im Rennen eine führende Rolle spielen‘, so van der Poel im Interview mit VRT NWS.

‚Dwars door Vlaanderen‘ wurde bei sommerlichen Temperaturen gefahren. An diesem Ostersonntag ist es deutlich kühler. "Viele Fahrer hatten am Mittwoch Schwierigkeiten. Die Hitze hat mich ein wenig gestört und ich habe gehört, dass einige unter dem gleichen Problem litten. Am Sonntag findet ein weiteres Rennen statt. Ich muss zugeben, dass ich immer noch nicht die Beine habe, die ich auf belgischem Boden haben wollte. Vielleicht ist die Frische weg", sagt der Strade Bianche-Sieger.

Wout van Aert

Wout van Aert wird die Ronde eine Woche nach seinem ersten Sieg bei einem Klassiker auf belgischem Boden, Gent-Wevelgem, starten. "Ich bin einer der Favoriten, aber nicht der große Favorit. Ich habe Gent-Wevelgem gewonnen, aber dieses Rennen ist nicht vergleichbar mit der Flandern-Rundfahrt", sagte van Aert diese Woche. "Wenn Deceuninck-Quick Step auf dem gleichen Niveau wie beim E3 Harelbeke ist, wird es nicht einfach werden. Allerdings muss ich mein Rennen diesem Team nicht anpassen. Die 'Ronde' ist ein schwieriges Rennen und es ist daher realistischer, dass sich die Spitzengruppe durch natürliche Selektion bildet. Ich will dabei sein und hoffe, dass ich noch Teamkollegen um mich herum haben werde".

Julian Alaphilippe

PDV

Julian Alaphilippe wird auf ein Deceunick - Quick-Step Team zählen können, das auf seinem Lieblingsterrain spielt. Ohne Zdenek Stybar kann die Mannschaft auf einige Spezialisten der flämischen Radklassiker zählen, etwa Kasper Asgreen, Sieger in Harelbeke, Florian Sénechal, Davide Ballerini oder Yves Lampaert.

Wegen Corona: Ronde zum zweiten Mal ohne Publikum

Sieben Kopfsteinpflaster-Passagen, die erste nach 80 Rennkilometern, und 19 Anstiege erwarten die Fahrer an diesem Ostersonntag.

Der erste Anstieg, der Kattenberg, befindet sich nach 102 km Rennstrecke, während die Verbindung Oude Kwaremont - Paterberg, 17 und 13 km vor dem Ziel, das Finale einer Ronde beleben wird, die zum zweiten Mal in Folge ohne Publikum (Foto) ausgetragen wird.

Dieses Fehlen von Zuschauern wird laut Mathieu van der Poel Auswirkungen auf das Rennen haben. "Man spürt den Schmerz mehr. Es gibt keine Ablenkung durch den Jubel der Zuschauer", sagte der Titelverteidiger.

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