Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

Corona: Durchschnittliche Zahl der Neuinfektionen erstmals rückläufig, alle anderen Zahlen steigen

Die durchschnittliche Anzahl der Infektionen ist zum ersten Mal auf wöchentlicher Basis gesunken. Zwischen dem 25. und 31. März wurden durchschnittlich 4.577 Neuinfektionen pro Tag bestätigt, 1 Prozent weniger als in der Vorwoche. Die anderen Corona-Werte steigen weiter an. Es befinden sich jetzt 822 Patienten auf der Intensivstation. Das geht aus vorläufigen Daten des wissenschaftlichen Gesundheitsinstituts Sciensano hervor.

  • Vom 28. März bis zum 3. April wurden durchschnittlich 269 Patienten pro Tag ins Krankenhaus eingewiesen. Dies ist ein Anstieg von 13 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Zwischen dem 21. und 27. März gab es durchschnittlich 237 Einweisungen pro Tag. Gestern gab es einen Anstieg um 19 Prozent, die Tage davor um 15, 14 und 14 Prozent.
  • Gestern, Samstag, 3. April, meldeten die Krankenhäuser 255 Aufnahmen (-41 im Vergleich zu Freitag, 2. April). 318 Patienten (-94) konnten dann das Krankenhaus wieder verlassen. Diese letzten Zahlen beziehen sich auf Freitag.
  • Insgesamt waren am Freitag 2.913 (-112) Covid-Patienten im Krankenhaus. Damit liegt die Gesamtzahl der Patienten knapp unter 3.000. Gestern war dieser Wert zum ersten Mal seit Anfang Dezember wieder über 3.000 gestiegen. Auf Wochenbasis stieg die Gesamtzahl der Patienten im Krankenhaus um 19 Prozent.
  • 822 Covidpatienten (+20) befinden sich auf der Intensivstation, 480 (+1) müssen beatmet werden. Die Zahl der Patienten auf der Intensivstation stieg sogar noch weiter an. Gestern lag die Zahl zum ersten Mal seit Anfang Dezember über 800. Der Druck auf die Intensivpflege bleibt hoch. Auf Wochenbasis stieg die Zahl der Aufnahmen in den Abteilungen um 21 Prozent. Zum Vergleich: Am 20. Februar waren 315 Patienten auf der Intensivstation. Diese Zahl ist seither nur noch gestiegen.
  • In der Woche vom 25. bis 31. März starben durchschnittlich 29 Menschen pro Tag an den Folgen des Coronavirus. Dieser Wert stieg im Vergleich zur Vorwoche um 5,8 Prozent. Zwischen dem 18. und 24. März gab es durchschnittlich 27 Todesfälle. Die Gesamtzahl der Todesfälle in unserem Land beläuft sich auf 23.130.
  • Zwischen dem 25. und 31. März wurden durchschnittlich 4.577 Neuinfektionen pro Tag bestätigt, 1 Prozent weniger als in der Vorwoche. Dies ist das erste Mal, dass die durchschnittliche Anzahl der Infektionen auf Wochenbasis gesunken ist. Gestern gab es einen Anstieg von 3 Prozent, die Tage davor von 11, 15, 17 und 22 Prozent. Seit dem Ausbruch des Virus wurden in unserem Land 897.474 Infektionen registriert.
  • Es werden auch noch mehr Tests durchgeführt. Zwischen dem 25. und 31. März wurden durchschnittlich 66.500 Tests pro Tag durchgeführt. Das sind 4 Prozent mehr als in der Vorwoche. Der Anstieg der Anzahl von Tests verlangsamt sich.
  • Die Positivitätsrate (die Anzahl der positiven Tests im Verhältnis zur Gesamtzahl der Tests) beträgt 7,8 Prozent (0,1 Prozent mehr als gestern). Das bedeutet, dass fast 8 von 100 durchgeführten Tests positiv waren und dass eine große Menge an Viren im Umlauf ist. Der Anstieg scheint sich zu stabilisieren. Die Weltgesundheitsorganisation WHO betrachtet ein Verhältnis über 5 als besorgniserregend.
  • Der R-Wert oder die Reproduktionsrate, also die Zahl, die angibt, wie schnell sich das Virus ausbreitet, liegt derzeit bei 1,09. Das bedeutet, dass jede Person, die mit dem Coronavirus infiziert ist, im Durchschnitt mehr als 1 weitere Person ansteckt. Fällt der R-Wert unter 1, schrumpft die Seuche. Steigt der R-Wert über 1, wächst die Epidemie. Im Januar lag der R-Wert unter 1.
  • Vorgestern, am Freitag, den 1. April (der Tag mit den aktuellsten verfügbaren Zahlen), hatten bereits 1.472.477 Menschen in unserem Land eine Impfspritze erhalten. Das sind 15,3 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Von diesen hatten 563.675 eine zweite Impfung erhalten und waren somit vollständig geimpft.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten