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Keine vollständige Wiedereröffnung der Schulen, sondern Rückkehr zur Situation vor Ostern

Eine vollständige Wiedereröffnung aller flämischen Schulen in der nächsten Woche, wie ursprünglich vorgesehen, wird es nicht geben. Dies wurde bei der Beratung zwischen dem flämischen Bildungsminister Ben Weyts (N-VA, flämische Nationaldemokraten), den Bildungsdachverbänden und den Gewerkschaften beschlossen. Geplant ist eine Rückkehr zur Situation vor der so genannten Osterpause. Die Corona-Werte seine noch nicht niedrig genug, um eine komplette Wiedereröffnung anzustreben. Am Mittwoch wird der Konzertierungsausschuss aller belgischen Regierungen eine endgültige Entscheidung treffen. 

In Flandern werden am Montag, den 19. April, also nach dem Ende der Osterferien, alle Kindergärten, Primarschulen, und die ersten beiden Klassen der Sekundarschulen wieder geöffnet.

Ab der dritten Klasse der Sekundarstufe wird aber der Teilzeit-Distanzunterrichts beibehalten. Einige Maßnahmen werden gelockert, aber das Tragen von Masken bleibt für Schüler der 5. und 6. Klasse Pflicht. 

Ich muss zugeben, dass es mir lieber gewesen wäre, wenn wir jetzt den nächsten Schritt machen könnten
Bildungsminister Ben Weyts

Konkret werden die Grundschulen und die beiden ersten Klassen der Sekundarschulen ab Ende der Ferien wieder ganztags geöffnet sein. Die anderen Sekundarklassen bieten abwechselnd Präsenz- und online Distanzunterricht an. Ausnahmen: In Sonder- und Berufsschulen wird 100% Präsenzunterricht erteilt.

Laut den Verantwortlichen des Sektors ist es aber das Ziel, wieder allen flämischen Schülern so schnell wie möglich die Teilnahme am Präsenzunterricht zu ermöglichen. Die epidemiologische Situation wird daher zweimal pro Woche untersucht. 

Etwas Flexibilität

Minister Ben Weyts kündigte auch einige Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen an. Schulen werden wieder Tagesausflüge, etwa zu Museen, organisieren können. Hierzu muss eine Präventivgutachten erstellt werden und die öffentlichen Verkehrsmittel bleiben tabu.

Es wird auch möglich sein, Schulpausen wieder für mehrere  Klasse gleichzeitig zu organisieren, und Kantinen werden ebenfalls wieder geöffnet werden dürfen, allerdings falls möglich immer nur für eine Klasse. Das Ziel ist nach wie vor, ein Maximum an Aktivitäten im Freien stattfinden zu lassen.

Allerdings bleibt das Tragen von Masken für Schüler der 5. und 6. Klasse der Grundschule und alle Mittelschulklassen weiterhin Pflicht.

Um den Kontakt zwischen den Erwachsenen in der Schule zu minimieren, wird den Lehrern empfohlen, sich so oft wie möglich draußen zu treffen, Abstand zu halten und eine Maske zu tragen. Wenn Treffen im Freien nicht möglich sind, sollte das Lehrerzimmer gut belüftet sein.

"Ich muss zugeben, dass es mir lieber gewesen wäre, wenn wir jetzt den nächsten Schritt machen könnten, nämlich auch den Ganztagspräsenzunterricht auch für die dritte bis zur sechsten Klasse der Sekundarschulen", so Bildungsminister Weyts. Aber, „wir müssen unsere Verantwortung für die Lehrer und die Schüler übernehmen."

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