Sechste COVID-19-Gesundheitsumfrage von Sciensano: "Jeder Dritte fühlt sich sehr einsam"

Zum 6. Mal seit Beginn der Corona-Krise hat das Gesundheitsinstitut Sciensano eine Gesundheitsumfrage in der belgischen Bevölkerung durchgeführt. Die Umfrage erfasste auch das psychische Wohlbefinden. Von den 20.000 Teilnehmern der Umfrage (durchgeführt zwischen dem 18. und 25. März) gaben viele an, dass sie sich in ihren sozialen Kontakten eingeschränkt fühlen. Aufgrund der strengen Corona-Richtlinien müssen wir unsere sozialen Kontakte sehr einschränken und die meisten Teilnehmer empfinden dies als Verlust.

Dieses Gefühl der sozialen Isolierung ist in den Altersgruppen der 30- bis 49-Jährigen (69 Prozent) und der50- bis 64-Jährigen (65 Prozent) am meisten ausgeprägt. Paare und Singles mit Kindern sind mit ihren sozialen Kontakten am unzufriedensten (70 bzw. 69 Prozent), aber auch Menschen mit Behinderungen (73 Prozent).

Jeder dritte Umfrageteilnehmern gab sogar an, dass er/sie sich sehr einsam fühlt. 1 von 4 gab an, unter Angststörungen oder Depressionen zu leiden. Angststörungen (34 Prozent) und Depressionen (38 Prozent) sind am häufigsten bei jungen Erwachsenen (18-29 Jahre) und innerhalb dieser Altersgruppe vor allem bei Frauen (40 Prozent).

Bei 1 von 4 Teilnehmern wurde sogar festgestellt, dass er/sie seit dem Beginn der Corona-Krise Selbstmordgedanken hatte.  

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