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"Sofagate": Von der Leyen zu Michel: "So etwas werde ich nicht noch einmal zulassen"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel haben sich nach dem diplomatischen Vorfall in der Türkei, auch als „Sofagate“ bekannt, zum ersten Mal wieder getroffen. Dabei soll Von der Leyen gegenüber dem ehemaligen belgischen Premierminister angedeutet haben, dass sie einen solchen Vorgang nicht mehr zulassen würde. Ihr wurde vor einigen Tagen bei einem gemeinsamen Treffen beim türkischen Präsidenten Erdogan vor laufenden Kameras kein Stuhl angeboten, während sich Michel neben dem Gastgeber niederlassen konnte, was dieser auch machte (Video).

Offiziell ist nicht viel über das bekanntgeworden, was beim Treffen von Ursula von der Leyen und Charles Michel nach dem „Sofagate“ besprochen worden ist. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte nach dem Gespräch lediglich: „Die Vorsitzenden Von der Leyen und Michel haben ihr gewohntes wöchentliches Treffen abgehalten, bei dem sie über eine Reihe von aktuellen Themen gesprochen haben.“

Doch eine Quelle aus der Kommission sagte gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass Ursula von der Leyen ihrem Unmut über den Vorfall in der Türkei gegenüber Charles Michel Luft gemacht habe. Sie habe deutlich gesagt, „dass sie nicht mehr zulässt, dass so etwas noch einmal passiert.“

Das Gespräch zwischen den beiden führenden EU-Politikern im Berlaymont-Gebäude, dem Sitz der EU-Kommission in Brüssel, hatte am Montag rund 2 Stunden gedauert. Dabei hatte Belgiens Ex-Premier und heutiger EU-Ratsvorsitzender Charles Michel noch einmal unterstrichen, dass er den Vorfall „sehr bedauere“ und er habe versichert, „dass so etwas nicht mehr passieren darf“, wie sein Sprecher anschließend dazu mitteilte. Michel erinnerte offenbar noch einmal an die Notwendigkeit, „dass sich die EU von niemandem spalten lassen darf.“  

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