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Belgiens Regierung will mehr Züge morgens, am Abend und am Wochenende

Die belgische Bundesregierung fordert von der Bahngesellschaft NMBS/SNCB, dass in Zukunft mehr Züge frühmorgens und am späten Abend sowie am Wochenende fahren sollen. Zudem soll in jedem Bahnhof ein Mindestangebot an Schalterstunden oder an Service garantiert sein. Diese Forderungen sind Teil des Entwurfs für den ab 2022 in Kraft tretenden Geschäftsführungsvertrag zwischen Regierung und Bahn.

In den kommenden beiden Jahren werden die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB und die Regierung ihren neuen Geschäftsführungsvertrag aushandeln, denn dieser soll ab Dezember 2022 greifen. Dieser Vertrag beinhaltet, was die Bundesregierung in den kommenden 10 Jahren von der Bahn im Gegenzug für ihre Finanzierung erwarten kann.

Der aktuell noch laufende Vertrag stammt noch aus dem Jahr 2008, wurde aber aufgrund der politischen Ereignisse der vergangenen Jahre immer wieder verlängert. Jetzt hat die Regierung ihren Rahmen für die anstehenden Verhandlungen gesteckt und der sieht vor, dass die Bahn deutlich mehr Züge morgens und abends fahren lassen soll und dass das Zugangebot an den Wochenenden ausgebaut werden muss.

Auffallend ist auch, dass die Regierung wieder über die Dienstleistung in den Bahnhöfen reden will. Die NMBS/SNCB hat kürzlich unter scharfem Protest damit begonnen, schrittweise in dutzenden Bahnhöfen die Schalter zu schließen und die entsprechende Dienstleistung aufzugeben, was für einen politischen Schlagabtausch zwischen Verkehrsminister Georges Gilkinet (Ecolo) und Bahnchefin Sophie Dutordoir gesorgt hatte.

Zu den Forderungen der Regierung sagte Gilkinet gegenüber der flämischen Tageszeitung De Morgen: „Als Minister für die Mobilität will ich der NMBS/SNCB einen ambitionierten Rahmen für die Dienstleistungen der Bahn vorlegen. Unser Ziel ist, mehr Fahrgäste zum Zug zu bringen. Dazu müssen wir uns selbst auch die notwendigen Mittel schaffen, mit einer modernen Betriebsführung und kräftigen Prioritäten für die Zukunft der Bahn.“ 

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