Folge von Corona: Das Comicmuseum in Brüssel entlässt ein Drittel seines Personals

Das belgische Comiczentrum, besser als Comicmuseum bekannt, entlässt insgesamt 7 Mitarbeiter und verkleinert seinen Personalbestand damit um 30 %. Der Verwaltungsrat des Zentrums sieht sich zu diesem Schritt aus Spargründen gezwungen, denn das Comicmuseum ist nur wenig bezuschusst und zieht seine Einnahmen in erster Linie aus dem Verkauf von Eintrittskarten und den im Museum angebotenen Dienstleistungen. Doch durch Corona finden nur wenige Besucher den Weg ins Museum.

Normalerweise kommen rund 80 % der Besucher des Brüsseler Comicmuseums aus dem Ausland, doch durch das aufgrund der Corona-Pandemie erlassenen Reiseverbots bleiben die ausländischen Gäste weitgehend weg und dem Zentrum sind die überlebenswichtigen Einkünfte quasi weggebrochen. 

Direktorin Isabelle Debekker sagte dazu, dass inzwischen umfassende Maßnahmen erfolgen müssen, um das Überleben des Comiczentrums garantieren zu können und um die damit verbundene Organisation am Leben zu halten.

Debekker fordert von den verschiedenen Regierungen auf belgischer Bundesebene und auf Brüsseler Regionalebene sowie auf wallonischer und auf DG-Seite, endlich Klarheit dazu zu schaffen, wie eine mögliche Zukunft mit und nach Corona aussehen kann. Auch diese Einrichtung braucht zum Überleben dringend Planungssicherheit. 

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