Umbenennung des Genter Kulturzentrums "Vooruit” soll flämischen Sozialisten 100.000 Euro gekostet haben

Die Sozialistische Partei Flanderns, die sich Ende März von “SP.A” in “Vooruit” umbenannt hat und dafür den Namen des legendären Genter Kulturzentrums "Vooruit" übernahm, hat das rebranding des Kulturzentrums finanziert. Das schreibt die Tageszeitung De Standaard am Samstag. Die Tageszeitung Het Laatste Nieuws glaubt zu wissen, dass die Partei mit dem Kulturzentrum einen Vertrag in diesem Sinne unterzeichnet habe und diesem für die Überlassung des Namens “Vooruit” fast 100.000 Euro gezahlt habe. 

Der Vertrag soll die Übertragung des Namens vom Genter Kunstzentrum auf die flämische Sozialistische Partei im Gegenzug zu einer finanziellen Entschädigung geregelt haben. 

De Standaard hat den Jahresbericht des Kulturzentrums unter die Lupe genommen. Die finanzielle Transaktion sei zwar noch nicht sichtbar, aber die Kosten für die Namensänderung habe das Kulturzentrum bereits im Herbst einkalkuliert hat. Sie stellt in diesem Zusammenhang fest, dass "die Kosten der Namensänderung teilweise durch die SP.A kompensiert werden". Der Ausgleich sei jedoch nicht "ausreichend", weswegen das Kulturzentrum selbst 50.000 Euro "zur Deckung der Kosten im Jahr 2021" vorgesehen habe. Der Gesamtbetrag für das rebranding sei also ein Vielfaches, hat die Tageszeitung vorgerechnet. 

Het Laatste Nieuws behauptet ihrerseits, ohne eine Quelle zu nennen, dass die SP.A knapp 100.000 Euro gezahlt habe. Diese Summe sei vom Kulturzentrum akzeptiert worden.

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