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Kurden und Tschetschenen bekriegen sich in Lüttich: ein Toter und zwei Verletzte

Im Stadtteil Droixhe in Lüttich ist es am Freitag zu einer bewaffneten Konfrontation zwischen verfeindeten Gangs gekommen. Kurdische und tschetschenische Jugendliche standen sich gegenüber und setzten Kriegswaffen ein. Dabei wurde eine Person getötet und zwei weitere Personen verletzt. 28 Personen wurden verhaftet. 

Am späten Freitagnachmittag gingen Dutzende kurdische und tschetschenische Jugendliche im Lütticher Stadtteil Droixhe aufeinander los. In den sozialen Medien kursieren Videos, in denen deutlich Schüsse zu hören sind und u. a. mit einer Kalaschnikow geschossen wird. Eine Person wurde durch Kugeln getötet, zwei weitere wurden verletzt. 

Die Gewalt soll auf einen Vorfall am Donnerstag an einer Tankstelle in Lüttich folgen, bei dem Kurden und Tschetschenen aufeinander losgegangen waren. Auch bei diesem Vorfall gab es Verletzte.  

Daraufhin sind Tschetschenen aus Verviers am Freitagnachmittag nach Droixhe gekommen, um sich zu rächen.  

Kriegswaffen

Um die Situation in den Griff zu bekommen, trat die lokale Polizei zusammen mit der Bundespolizei auf und sperrte das Gebiet ab. Sie fanden mehrere schwere Waffen in Autos, die in der Gegend geparkt waren, darunter eine Kalaschnikow. 

Während der Konfrontation wurde ein Streckenbus des öffentlichen Verkehrsunternehmens Tec mit  Steinen beworfen. Die Tec-Busse werden das Viertel bis Sonntagabend meiden. 

Die Polizei nahm 28 Personen fest, die vom Untersuchungsrichter verhört werden. Alle sind tschetschenischer Herkunft und mehrere von ihnen sind den Justizbehörden bekannt. Viele kommen aus Verviers. 

In den sozialen Medien kursieren nun Gerüchte über bevorstehende Repressalien. Die Polizei ist wachsam, besonders in Verviers. 

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