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Strafvollzugsbeamte sowie olympische und paralympische Athleten werden vorrangig geimpft

Belgiens Strafvollzugsbeamte sowei olympische und paralympische Athleten, die für unser Land bei den Spielen in Tokio im kommenden Sommer antreten, werden vorrangig geimpft. Das vereinbarte die Gesundheitsministerkonferenz am Montagvormittag.

Das belgische olympische Komitee (BOIC) fordert schon seit einiger Zeit, dass den Athleten Vorrang eingeräumt wird. Auf diese Weise können sie sicher sein, dass sie bis zum Beginn der Spiele Ende Juli eine ausreichende Immunität aufgebaut haben. Es handelt sich um etwa 170 Dosen für olympische und 55 für paralympische Athleten.

Das Gefängnispersonal in unserem Land wird in die aktuelle Impfphase von Menschen über 65 und Menschen mit Grunderkrankungen einbezogen. Die Strafvollzugsbeamte hatten letzte Woche mit einer Streikankündigung gedroht, da das Coronavirus in den Gefängnissen für zahlreiche Infektionen sorgt. Der Tod einer 35-jährigen Mitarbeiterin im Gefängnis von Gent war der Tropfen der bei den Gewerkschaften des Strafvollzugs das Fass zum Überlaufen brachte.

Deshalb forderten sie Vorrang bei den Corona-Impfungen und fanden hiermit Gehör: Die rund 10.000 belgischen Justizvollzugsbeamten können also in den nächsten Tagen oder Wochen mit einer Einladung rechnen.

Belgiens Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD, flämische Liberale) reagierte mit Zufriedenheit. "Gefängnisse waren die letzten Einrichtungen, die noch nicht prioritär geimpft worden waren. Die Lebensbedingungen dort sind alles andere als ideal: Es wird kaum gelüftet, es herrscht eine dauernde Überbelegung und die Menschen dort kommen auch untereinander in engen Kontakt. Das Risiko einer Infektion ist also sehr hoch. Das haben wir auch in den letzten Wochen mehrmals feststellen müssen."

Auch Häftlinge mit Grunderkrankungen und Personen über 65 Jahre können bald mit einem Impfstoff rechnen. Der Rest der Gefängnisinsassen wird zu Beginn der nächsten Phase folgen, wenn auch der Rest der Bevölkerung einen Impfstoff erhält.

Athleten

Eine gute Nachricht gibt es auch für 170 belgische Olympia- und 55 Paralympics-Athleten: Sie können sich demnächst impfen lassen. Das belgische olympische Komitee (BOIC) hatte dies schon seit einiger Zeit gefordert. Auf diese Weise können die Athleten sicher sein, dass sie bis zum Beginn der Spiele Ende Juli eine ausreichende Immunität aufgebaut haben. Die Trainer und das Gefolge der Athleten erhalten allerdings keine Impfpriorität.

"Mit diesen Impfungen können unsere Athleten mit gleichen Chancen bei den Olympischen Spielen antreten", reagierte der flämische Sportminister Ben Weyts (N-VA). "Wenn sie sich jetzt eine Infektion zuziehen würden, könnte das dramatisch für ihre Vorbereitung auf die Olympischen Spiele sein. Wenn zu lange mit der Impfung gewartet wird und es kommt zu Nebenwirkungen, dann wird das ihre Vorbereitung auf die Spiele beeinträchtigen."

Weyts bekräftigt auch, dass er als Bildungsminister möchte, dass auch Lehrer bei den Impfungen Vorrang erhalten. "Diese Diskussion ist noch nicht abgeschlossen. Wir unterstützen diesen Antrag weiterhin. Denn wenn argumentiert wird, dass die Polizei geimpft werden sollte, weil sie in engen Kontakt mit Menschen kommt, gilt das auch für Lehrer, zum Beispiel in Grundschulen und Kindergärten.“

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