Wout van Aert gewinnt mit wenigen Millimetern vor Brite Pidcock beim Amstel Gold Race

Der Flame Wout van Aert (Jumbo-Visma, auf dem Foto in der innigen Umarmung seiner Frau Sarah De Bie) holte sich am Sonntag hauchdünn den Sieg bei der 55. Auflage der Amstel Gold Race gleich hinter der Grenze in den Niederlanden. Nach einem Fotofinish wurde van Aert zum Sieger des Rennens erklärt. Der Brite Tom Pidcock (Ineos Grenadiers) wurde Zweiter und der Deutsche Max Schachmann (Bora-Hansgrohe) Dritter. 

Das Trio hatte sich etwa 12 Kilometer vor dem Ziel aus der Favoritengruppe abgesetzt und behauptete einen kleinen Vorsprung bis ins Ziel. Sie lieferten sich eine wilde Verfolgungsjagd bis zur Ziellinie vor dem verbliebenen Peloton.

Das Rennen wurde wegen der Corona-Pandemie auf einem 17 Kilometer langen Rundkurs ausgetragen. In der letzten Auffahrt zum Cauberg wurde im Feld wie erwartet attackiert. Die Top-Favoriten griffen an. Es formierte sich eine kleine Gruppe mit gleich mehreren Ineos-Fahrern, Schachmann, Van Aert, Alejandro Valverde und auch Michael Matthews. Doch die Lücken waren nicht sehr groß.

Etwa 12 Kilometer vor dem Ziel griff der Brite Tom Pidcock an und nur der Flame Van Aert und der Deutsche Schachmann gingen mit. Das Trio setzte sich ab und behauptete sich vorn.

Die drei Fahrer passten gut zueinander. Van Aert eröffnete den Endspurt 200 Meter vor dem Ziel. Er schien zu schwächeln, als er sich der Ziellinie näherte und Pidcock 75 Meter vor dem Ziel an ihm vorbeizog. Doch van Aert fand die Kraft, sich durchzusetzen und den knappsten aller Siege mit einem Fotofinish und einem Vorsprung von 0,004 Sekunde zu erringen.

Es dauerte deshalb mehrere Minuten, bis van Aert (26)  als Gewinner bestätigt werden konnte, weil er sich nur mit wenigen Millimetern Vorsprung auf Pidcock (21) durchsetzen konnte. Das offizielle Ergebnis stand deshalb erst nach langer Auswertung der Bilder fest. Für den flämischen Cyclocross-Vizeweltmeister und belgischen Meister war es nach Mailand-Sanremo 2020 der zweite Sieg bei einem großen Frühjahrsklassiker. Van Aert hat dieses Jahr auch schon Gent-Wevelgem und zwei Etappen und die Punktewertung bei Tirreno-Adriatico gewonnen.

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