"Wullepitmolen": Eine historische Windmühle fliegt durch die Luft

Die „Wullepitmolen“ in Zarren bei Kortemark in der Provinz Westflandern muss 20 Jahre nach einer umfassenden Restaurierung erneut unter die Lupe genommen werden. Untersuchungen der Bausubstanz haben ergeben, dass sich seit dem Käfer an einigen wichtigen Balken zu schaffen gemacht haben. Im Rahmen der Restaurierung hob ein Kran das Mühlenhaus vom Sockel ab.

Mühlenbauer Kris Wieme sagte zu dem Problem des Käferfraßes, dass der Stützbalken der Mühle angegriffen sei: „Dieser Balken im inneren der Mühle ist kaputt und aus sicherheitstechnischen Gründen ist es besser, dass die Mühle vom Sockel gehoben wird und auf den Boden gestellt wird.“

Der betroffene Balken sorgt für die Stabilität der gesamten Mühle. Die Schäden, die Pochkäfer, auch Nagekäfer genannt, an dem Balken und an einigen Brettern angerichtet haben, sind recht groß, so dass man jetzt eingreifen musste.

Eigentlich sollten die Restaurierungsarbeiten erst 2022 beginnen, doch schon jetzt wurde der Aufbau der Mühle vom Sockel gehoben. Die Stadt Kortemark will so weitere und größere Schäden vermeiden.

Mühlengemeinde

Die „Wullepitmolen“ in Zaren-Linde, einer Teilgemeinde von Kortemark wurde erstmals 1639 urkundlich erwähnt und ist eine Kornmühle, die bis 1949 noch in Betrieb war. Kortemark will sich in Zukunft als „Mühlengemeinde“ bezeichnen und hat inzwischen bereits 4 Windmühlen erworben. Ziel ist, diese Mühlen zu restaurieren und einige davon betriebsbereit zu erhalten. 

Die "Wullepitmolen" im "Normalzustand"

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